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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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37
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Ueber den' spanischen Thronfolgekrieg. Z?

Man schmeichelte sich, weder der König noch das Parla-ment würden den angenommenen Lieblingsgrundsatz, dasGleichgewicht der Machte zu erhalten, nicht so schnellverläugnen: cö könne des Königs wahrer Vorsah nichtseyn, Frankreich so mächtig werden zu lassen, als das-selbe durch einen so mächtigen Zuwachs neuer und wohl-gelegner Staaten werden würde. -Habe gleich der Königzu einer Unterhandlung, welche Frankreich vortheilhastsey, die Hände geboten; so werde doch dieser Fürst seinWerk, an welchem er schon bald dreyßig Jahre arbei-te, nicht ohne Noth, ja sich selbst zum Schimpfe ver.lassen können. — Von den vereinigten Niederlandendachte man zu Wien, derselben höchster Vortheil, dieErhaltung des Staacs, erheische es unumgänglich, daßFrankreich sich nimmer weiter ausbreiten könne; ferner,daß man es in dem Haag einsehe, die Reichthümer ^Spa-niens, oder der neuen Welt, welche in den Handen die-ser Nation nicht mehr gefährlich waren, würden solchesin den Händen der Franzosen in ausnehmendem Grade

seyn. — Man zweifelte also garnicht, an den italiäni-schen Staaten und an beyden Seemächten zu seiner Zeitwillige Bundsgenossen zu sinden; und suchte deßwe-gen immer Aufschub, nur um die Theilung nicht zu ge-nehmigeu.

Die Verzögerungen des kaiserlichen Hofs, und dasMißvergnügen andrer Machte über die zwote Theilung,mußten Frankreich einen Vorwand abgeben, die Händevon demselben abzuziehen, und sein Glück von den mSpanien fortgesetzten geheimen Unterhandlungen mitdem Hofe sowohl als mit den Großen zu erwarten.Die Gleichgültigkeit weiche Ludwig XIV. gegen denTheilungövergleich von der Zeit an bezeugte, als derKaiser verzögerte demselben beyzutreten, und die See-mächte solchen zu genehmigen einige Schwierigkeitenmerken ließen, bestärkte jedermann, vornehmlich aberSpanien, in dem Verdacht, der Vertrag sey nichtsC z anders