Erste Abhandlung.
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die Gültigkeit erlangt hatte? Zu Wien glaubte man: ersey dem Haus Oesterreich nicht Vortheilhaft genug, undman wollte daselbst nicht nur den größten Theil, sondernalleö in allem haben. Man nahm ferner für zuverläßigan, Karl u. werde über seine Staaten keine andere Ver-ordnung machen, als eine solche, die dem gemeinsamenStammhaus günstig seyn könne; noch mehr: ganz Eu-ropa werde nicht zugeben, daß ein französischer Prinzauf den spanischen Thron gesetzt werde: man habe garnicht zu besorgen, daß der Erzherzog Karl die Staaten,die man ihm durch den Vertrag zugedacht hatte, durchdas Schicksal der Waffen verlieren werde. Manbauete auf die Denkart des Königs und der spanischenNation, welche eine Zergliederung ihrer Monarchieäußerst verabscheuten, und aus dieser Weigerung, denVertrag anzunehmen, wollte man sich ein Verdienstmachen. Man war auch zu Wien seit vielen Jahrengewohnt, auf anderer Machte Unkosten Krieg zu führen,ohne daß man selbst dessen Widerwärtigkeiten stark em-pfunden hatte: der Krieg brachte sogar Hülfögelder,welche der Friede entzog. —
Aber mußte der Kaiser nicht besorgen, wenn ersich wider die Theilung erklärte, es möchten beyde See-mächte ihn der Uebermacht Frankreichs überlassen? —Zu Wien hielt man sich deßwegen ganz sicher. BeydeTheilungöverträge hatten die sämtlichen Staaten in Ita-.lien gegen Frankreich in Bewegung gesetzt. Die Ober-herrschaft der Krone Spanien über Italien wurde ver-abscheuet; die französische noch starker. Man trauteauf ein Bündniß, welches man in Italien, so bald mannur wollte, gegen Frankreich zu Stande bringen konnte.Von dem König von Großbritannien nahm man, undwahrscheinlich mit festem Grunde an, dessen Absicht beydem Theilungöverträge ziele nur dahin, Frankreich ein-zuschläfern, damit es dem Kaiser bey dem spanischenHofe nicht im Wege stehe, seinen Vortheil zu betreiben.
Man