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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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82
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Zwote Abhandlung.

ganzen Königreich zurück ziehe; die Abgezogenen solltendurch holländische Regimenter erseht werden; denselbensollte die Besatzung aller festen Plätze bis auf die Ankunftdes Königs Philipp anvertraut seyn. So würde dieRepublik dieses Königreich als ein anvertrauceS Gutbis zur Zeit der Vollziehung des Friedens in seiner völli-gen Gewalt haben. Eine zwote holländische Escadre,die aber, um alle Gelegenheit zur Eifersucht zwischenbeyden Seemächten abzuschneiden, durch englischeKriegsschiffe könnte verstärkt werden, sollte den KönigPhilipp entweder zu Neapolis oder auf Sicilicn, welcheInsel annoch unter dessen Oberherrschaft sich befand,an das Land sehen. So bald die vorläufigen Bcding-nisse berichtiget, wolle der König es auf sich nehmen,und er mache sich dazu verbindlich alles anzuwenden,daß dieselben ohne Verzug von dem König seinem Enkelebenfalls unterzeichnet werden sollten. Sollte er abersich dessen weigern, oder nur Verzögerungei, suchen,werde der König Ludwig alle französische KriegSvölker,welche dermal in Spanien stehen, zurück rufen.

Damit auch von Seite der spanischen Nation selbst,wenn sie erfahren würde, es sey eine unumgänglicheNothwendigkeit, daß der König Philipp, an welchemsie größtentheils'hieng, sie verlasse, dem Friedenswerkenicht Hindernisse in den Weg gelegt werden möchten;sollten die Korkes der Monarchie und alle Stände durchden König Philipp kräftig versichert werden, daß seineAnhänger für ihre Personen, Vermögen, Würden,Ehre, Vorzüge, auch was jeder besonders, er sey Spa-nier oder FranzoS, von ihm als Gnade und Belobnungerhalten, auf immer unangefochten geschirmct fe»n soll-ten. Ein besondrer Artikel des Friedens soüte eü demKönige Karl zur Pflicht auferlegen, die Vorzüge undertheilten Gnaden zu keiner Zeit anzulasten.

Dieser