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Ueber den spanischen Thronfolgekn'eg.
Aus einigen Reden, welche den Abgeordneten derRepublik hier und dort entfielen, konnten doch die fran-zösischen Friedensunterhändler folgendes mit einiger Ge-wißheit, als Foderungen, welche man seiner Zeit an siethun würde, schließen: „Daß die Republik in Anse-hung der spanischen Niederlande eine zweyfache Absichtdazumal gehabt habe; die eine, sich das spanische Gel-dern als ein Eigenthum , als einen geringen Ersatz fürdie unermeßlichen aufgewandten Kriegsunkosten zu ver-schaffen. " Dies aber war ein Entwurf, der ob er zuStande kommen sollte, oder nicht? Frankreich ganzgleichgültig war. Er mußte mehr durch Unterhand-lungen mit dem Kaiser und feinem Bruder, als mitFrankreich in Richtigkeit gebracht werden. „ Die zwotewar, daß die Festungen Ppern, Menin, Tournay,Eondc', Maubeuge, — welche Frankreich durch die vo-rigen Friedensschlüsse überlassen, in dem kauf diesesKriegs aber von den Bundsgcnossen erobert worden,die künftige Vormaur der vereinigten Niederlande seynsollten, und daß sie nur unter diesem Bedingnisse dieso wichtige Festung kille mit ihrer Kastellaney, welchein dem letztem Jahre von den vereinigten Bundsgenos-sen der Krone entzogen worden, an dieselbe zurückgebenwollten." Und obgleich diese Fodcrung den französi-schen Ministern hart schien, mußten sie sich doch nochan den Zusatz erinnern, den sie in die Antwort gegenden Graf von Berghes hatte einstießen lassen.
Frankreich bedurfte den Frieden, und zwar einenbaldigen Frieden, er mochte so hart seyn, als er konnte.Es ließ sich so weit heraus, daß der President Asuille'zusagen durfte, Ppern und Menin zurück zu lassen,wenn Lilie samt seiner Zugehörige mit den übrigen ero-berten Festungen zurück gegeben würde. — Alleinein solches Opfer war der Republik bey weitem nichtgenug. Frankreich mußte auch iu der Folge der Unter-handlungen weit größere Anerbietungen thun.
§4
Frank-