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Zwote Abhandlung.
Frankreich beredete sich, wenn es vorlausig sich mitder Republik befriediget hatte, würde es ihm sehr leichtfallen, mit England, dem Kaiser und allen übrigenBundögenoffen überein zu kommen. Es ist merkwür-dig, daß diese Krone, welche seit dem westphälischenFrieden niemals eine aufrichtige Zuneigung zu der Re-publik getragen, ihr nun einen so groücn Vorzug gestat-tete, wodurch dieselbe gleichsam zum vollkommenstenSchiedsrichter ihrer Bundsgenossen, ja gewissermaßenvon ganz Europa erhoben wurde. Dieser Vorzugmachte wirklich ihre Abgeordneten stolz und aufgeblasen;sie schmeichelten sich schon in der That und für die Zu-kunft das zu seyn, was sie zu werden und zu seyn wünsch-ten. Es war Frankreichs Rettung, daß durch diesenVorzug die Abgeordneten der Republik schwindlichwurden, den einigen guten Augenblik zu nutzen, der ih-nen die Stuffe des Ansehens allein hatte verschaffenkönnen, nach dem sie sich so sehr sehnten. — WennFrankreich sich anfänglich an den Hof zu London gehal-ten, wenn es dieser Krone, auf welche bey der Fortse-tzung des Kriegs im Grunde mehr als auf die vereinig-ten Niederlande ankam, eben so vortheilhafte Antrage inseiner Art gethan, eben so sehr als der Republik geschmei-chelt hatte, es würde weit vorthcilhafter, weit anständi-ger den Frieden erhandelt haben, als solchen ihre Abge-ordneten verkaufen wollten.
Gegen Großbritannien wollte Frankreich als vor-läufige Artikel diese Punkte eingehen: die KöniginnAnna, welche es bis dahin nur die Prinzessinn vonDänemark genannt, als rechtmäßige Aoniginn vonGroßbritannien erkennen.
Dann, alle von dem Parlament gemachte Einrich-tungen, um die Thronfolge der protestantischen Linieüber Großbritannien zu befestigen, als gültig erkennen,und nichts zu derselben Störung, weder ingeheim, nochöffentlich, vornehme».
Fer-