Zwote Abhandlung.
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niedrigung, 'mehr als jemals zuvor, mehr als jemalsnachher, die Hände dargeboten haben. Eugen undHeinstuö waren überzeuget, daß nunmehr ein sowohlrühmlicher, als auch sich auszeichnend vortheilhafterFrisoe, vermittelst des außerordentlichen Verlangens,welches Frankreich nach demselben äußerte, zu Standekommen könnte. Kein persönlicher Vortheil hielt einenderselben ab, demselben entgegen zu handeln. Nur dieVorstellung, daß so wichtig das Nachgeben und die An-erbietungen Frankreichs dermal seyen, so müßten dochnatürlicher Weise dieselben noch wichtiger werden, wennder Krieg noch ein, höchstens zwey Jahre fortgesetzt,und den Verbündeten das Glück, daran sie garnicht zweifelten, ferner wie bisher zustehen würde. Frey-lich. — Nur überdachten sie nicht die Zwischenfalle,welche sich unter so mancherley Bundsgcnossen so leichtzutragen möchten: da alsdcnn ein geringfügiger Umstandin weniger Zeit das ganze große Geschäfte in eine an.dere gar nicht vermuthete, unangenehme Lage versetzenkönnte. Dies war die wahre Ucsach, daß diese beydenHerren für den Frieden dasjenige nicht thaten, was siekonnten.
Auch bey dem Herzog von Marlborough hosten diefranzösischen Gesandten eine Neigung zu dem Friedenzu bemerken. Die Parthey in England, welche seineneignen, seiner Gemahlinn und seines EidamS, des Groß-schatzmeisters Godolsin, Fall wünschten, wurde von Zeitzu Zeit zahlreicher und mächtiger. Schon damals ließsich bey der Königinn eine Kalcsinnigkeit gegen ihre bis-herige Beherrscher argwohnen, welche nur auf eineVeranlassung wartete, sich öffentlich an den Tag zu ge-ben. Der Herzog hatte von diesen ihm nachtheiligenAbsichten gute Wissenschaft. Sie erweckten ihm bangeGedanken. Diese ganz unsichere, mißliche Lage desHerzogs nutzten die französischen FriedenSunterhaudlerso gut, daß dieser Herr gegen die ihm ingeheim gethanen