Ueber den spanischen Thronfolgckrieg. 8y
Ferner, wenn der Aufenthalt desjenigen Herrenin -Frankreich, welchen Ludwig XlV. als rechtmäßigenKönig von Großbritannien erkannt, das Parlament unddie brittische Nation aber nur den Kronpretendent nann-te, dem englischen Hofe unangenehm seyn sollte, diesenHerren zu vermögen das Königreich zu verlassen.
Da man aber an dem Hofe zu Versailles im voraussahe, daß diejenigen, welche von der Fortsetzung desKriegs persönlichen Nutzen hatten, auch auf wesentli-che Vortheile dringen würden, so wollte man um demFriedenswcrke alle Hindernisse zu benehmen, annoch zueinem kostbaren Opfer sich verstehen, den Hafen zuDünkircheii verstopfen, und unnütz machen, auch alleFestungswerke der Stadt und der umliegenden Gegen-den schleifen. Man war auch nicht abgeneigt, dengroßbritamnschen Unterthanen beträchtliche Vortheile inder Handclschaft zuzuwenden.
Der Hafen und die Festungswerke von Dünkir-chen konnten Großbritannien mehr, als den vereinigtenNiederlanden nachtheilig seyn. Nicht zu jeden Zeitenhatte es mit der Staatsklughcit der Republik übereinge-stimmt, ein Werkzeug zu seyn, daß England dieserStein des Anstosses weggenommen würde. Aber nunergriff sie alle Gelegenheit, Frankreich zu schwachenund ihm alles das zu entreißen, wodurch es sich auchandern Sraaten fürchterlich gemacht hatte. Man sahediese Staatskmgheit als gerecht, und für die WohlfahrtEuropens ganz nothwendig an.
Hatten die drey abgedachten Herren, der Prinz Eu-gen, der Herzog von L-I mriborougl) und der Pcn-sionair >Zeiiistus, welche gleichsam die Triumvirö zuFortsetzung des Kriegs, oder Beendigung desselben wa-ren, das letztere aufrichtig und nach allem ihrem Anse-hen betrieben, so würde Frankreich selbst zu seiner Er-
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