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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Fwote Abhandlung.

Zuleht gäben sie über diesen Punkt so weit nach, als ichschon oben bemerkt habe, das ist, daß jeder, besondersaber Bayern, sehr vieles aufopfern sollte: — dann hießes, da die Republik die Angelegenheiten ihrer Bunds-genossen durch die vorläufigen Bedingnisse außer allenfernern Streit sehen wolle, sey e6 billig, daß auch desKönigs Bundsverwandte in denselben so viel als mög.lich begriffen senn. — Immer aber gab man demPresident von Rouille' zu verstehen, daß dies Nachge-ben eine Wirkung der Zuneigung gegen die Krone sey,wofür die Republik auch Erkenntlichkeit und Gegen-dienste von dem König erwarte.

So wurde abermals in diesen bey dVoerden ge-hobnen vier Unterredungen nichts gedeyendes ausge-richtet. Indessen war die Zeit den Feldzug zu eröff-nen, allernächst herangerückt. Diesen wünschte Frank-reich, weil eS seinen Kräften und Glück sehr mißtraute,abzuwenden, und den vorläufigen Frieden in Richtigkeitzu sehen. Allein zum Theil war es der Republik undihren Abgeordneten kein wahrer Ernst den Frieden zuerleichtern, zum Theil mußte sie die wesentlichsten Arti-kel , als die Entschädigung des Königs Philipp, demEntschied deö Kaisers und Englands überlassen, unddies zu einer Zeit, da Frankreich ihr, ja ihr vorzüglichdie Ehre anthat, sich an sie um Wiederherstellung desFriedens zu halten. An Frankreich lag die wenigsteSchuld, daß nicht alle wesentliche Punkte vor Eröffnungdes Feldzugs des '/«gten Jahrs in Ordnung gebrachtwaren. Der Republik selbst wurde von Frankreich fürdie gefoderte Barriere und Handelschaft so vieles bewil-liget, als sie nur immer und nach einem viele Jahrelang glücklich geführten Kriege mit Recht verlangenkonnte. Grundlose Schreyer aber, und die Obermacht,welche sie dem Herzog von Marlborough und seinen Ein-schlägen über den Staatspensionair, diesem aber überdie Glieder deö Staatenraths gestattete, entrissen ihr