Ueber den spanischen Thronfolgekrieg. ioz
alle diese wichtigen Vortheile, alle Ehre und Ansehen,welches, wenn das Friedcnswerk glücklich durch sie zuStande gekommen, ihr dadurch zugeflossen wäre.
Frankreich hatte weniger Ursache aus den Friedens.Unterhandlungen ein Geheimniß zu machen, als die Re.publik. Der President Rouille' hatte sogar Befehl,wenn eS angehen möchte, dieselben in eine der niederlän-dischen Städte, welche von dem Haag nicht allzuweit ent-fernt wäre, zu verlegen. Die zwote Zusammenkunft zuTVoerden und Bodegrave war wenigstens den Ge-sandten der verbündeten Fürsten in dem Haag kein Ge-heimniß. Nur blieben denselben die Hauptartikel, wel-che vor einer öffentlichen Friedensversammlung in Rich«ligkeit gebracht werden sollten, unbekannt. Sie erklär-ten zwar alle, ihre Herren würden niemals in den Frie-den einwilligen, wenn sie nicht vor oder bey demselbenalle ihre Foderungen an Frankreich erhielten. Die Ge-sandten der deutschen Fürsten gaben vor, wenn der mün-sterische Friede nicht zur Grundlage des bevorstehendenangenommen würde, sey der Kaiser mit den Ständenentschlossen, die Waffen gegen Frankreich nicht nieder zulegen. Jedoch diese Erklärungen wurden nicht groß ge«achtet. Frankreich schmeichelte sich, wenn es bekanntwürde, wie so sehr es in den wesentlichsten Punktennachzugeben entschlossen, werde solches auf diejenigen Ge-müther, welche so wohl in den Niederlanden an der Re-gierung saßen, als auch auf viele andere, welche aufdieselben Einfluß hatten, so mächtigen Eindruck machen,daß man sich von allen Seiten her, einen so Vortheilhaf-ten Frieden anzunehmen, willig erzeigen würde. Alleinder Lord ^xadogan, englischer Gesandter in dem Haag,ein Herr der gänzlich von dem Herzog von Marlboroughobhieng, brachte alle Feinde des Friedens, besondersaber die Gesandten auswärtiger Fürsten in Bewegung,sich der Eröfnung einer FriedenSunkerhandlung aus allerMacht zu widersehen. Von diesen und ihren niedrigern
G 4 Anhän-