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Ueber den spanischen Thronfolgekrieg.
denselben erwartet; wo jedes nur den beklagenswürdigenVerfall, und das in allen Theilen des Staats sichtbareUnvermögen bejammert, solches mit den lebhaftestenFarben schildert, die Bangigkeit, ja gar die Verzweif.lung mehret; wo einer auf den andern dfe Schuld baldöffentlich, bald durch abgebrochene Reden walzet; wenndie Versammlung aus einander geht, und den verzweif-lungsvollett Zustand durch kein einziges kräftiges Mittel
zu verbessern weiß,-ist gewiß ein betrübter An-
blik. — So war diese geheime StaatöversammlungLudwigs des Großen beschaffen.
Das schwarze Gemählde, welches der Herzog vonBeauvilliers von dem äußersten Elende des König,reichs in dieser merkwürdigen Versammlung der gehei-men KabinekSminister dem König unter die Augenlegte, wurde von dem Großkanzler von Pontchartraindurch die Zusähe, welche er demselben zu geben wußte,noch gräßlicher gemacht. Dieser federte den Kriegs-minister den Herrn von Chamillart, und den Herzogvon Beauvillicrs, Qberaufseher der Finanzen, deß-gleichen den Herren des Marcts, Generalcontroleurder Finanzen, öffentlich, bey der Treu die sie dem Kö-nig schuldig seyen, auf, anzuzeigen, ob sie, da ihnen derZustand der Kriegsvölker und der Finanzen am genaue,sten bekannt seyn mußte, glaubten, es sey möglich dieUnkosten eines Feldzugs annoch aufzubringen? und wennsolches noch möglich, ob es klug gehandelt sey, den Staatdem so lang mißgünstigen Kriegsglücke nochmals auszu-sehen? Aber welch eine andere Antwort konnten dieseHerren auf die ungewohnte und dringende Anfrage er-theilen, als es stehe dahin, ob die Truppen, obgleichdieselben selbst bey ganz unglücklichen EreignissenProben von Treu und Standhaftigkeit gegeben, denMangel der Bezahlung und des Unterhalts ausstehenKnuten? —> —
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