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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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119
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Ueber den spanischen Thrvnfolgekrieg. 119

außerordentlichen Entschlusses vor. Wenigstens wardes Marquis Absendung der unwidersprechlichste Be-weis, wie so höchst nothwendig Frankreich einen Frie-den bedürfe. Aber eben dieser Beweis wurde der Un-ternehmung schädlich. Die Feinde federten desto mehr,sie verlangten Bedingnisse, welche wider die Gesinnun-gen sind, die die Natur dem Vaterherz gegen seine Kin-der einpflanzet. Sie machten diesen Schluß: da dergeheimste, der vertrauteste Minister des Königs, ohneeinen sichern, auf seine Person gestellten Paßport zu ha-ben, sich der Gewalt der Feinde ganz unerwartet über-läßt; so wird er auch das allernachtheiligste ein-zugehen sich endlich bereden lassen. liVir dür-fen nur standhaft auf den allerschwersten Be-dingnissen bestehen. Die Einwilligung wird,wenn sie auch noch so sehr schmerzet, dennocherfolgen. — Dies war auch in der That der Gang,welchen die Unterhandlung bekam. — . Ludwig schriebeigenhändig unter die anfänglich auf den PresidentRouille' ausgestellte, nachher aber durch denStaats-secretair auszuführende Vollmacht: ,, 1 'spprouve cegui eil contenu claun eette De^eclie, et mcm intentiouc/i que Dore^ 1 'execute." ")

Für das französische Ministerium war es ein aus-nehmend nagender Umstand, daß der President nichtsicher genug erforschen konnte, wie weit die Feinde inihren Anfoderungen zu gehen entschlossen seyen, und wel-ches der Punkt seyn sollte, bey welchem sie sich begnügenwollten, wenn er ihnen eingeräumet würde? Freylichwar dies die Hauptschwierigkeit. Diese UngewißheitZwang den Unterhändler, immer mehr und mehr nachzu-geben, bis alle seine Vollmachten erschöpfet waren. DerHerr von der Dussen verwies es dem President, daßH 4 durch

Man sehe die lUemolres des Marquis DI. S. azo.