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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Dritte Abhandlung.

mit aller Treue befolgst habe. Nach verworfenen Vor«schlagen harte Frankreich bey ganz geänderten und gebes-serten Umstanden ungebundene Hände, nur so vieles zubewilligen, als es selbst gut fand.

Bey dem Zustand der französischen Angelegenheitenhielt man für höchst nothwendig, daß nicht nur die Un-terthanen der Krone, sondern auch ganz Europa erfahrensollte, wie so vieles der König um des Friedens willennachzugeben bereit gewesen. Ueberdieö sahe es beson-ders der Marquis von Torcy, der Erfolg feiner Reisemöchte seyn, welcher er wollte, für sehr wichtig an, dieAbsichten der Feinde und wie weit dieselben Frankreichdringen wollten? zu entdecken, da solche bis dahin einGeheimniß gewesen. — —

Schon bey der ersten Unterredung, da der Pensio-nair die Anwesenheit der Herren Buys und von derDussen für nothwendig hielt, konnte cö der Herr vonTorcy vermuthen, daß die Unterhandlung weder ganzgeheim, noch schnell, wie er doch beydes sehr wünschte,noch auch am Ende glücklich, alles seines NachgebenSund ErleiebrerenS ungeachtet, ausfallen würde. Andein französischen Hofe hattö man sich geschmeichelt, daßeinige der wichtigsten vorläufigen Artikel schon ihre völ-lige Richti keit hätten. Hierzu hatten des PresidentsNachrichten Veranlassung ertheilt, und zwar ohne dessenSchuld. Man wollte sich aber nicht vorstellen, daß dieSchwierigkeiten sich von Seiten der Feinde mehren,daß sie die Bedingnisse erschweren, daß dieselben zurück-nehmen würden, was sie entweder schon zugegeben,oder doch den President, daß sie ohne Fehl zugegeben^ werden sollten, glauben gemacht hatten. Die neuenhärteren Federungen hatten ihren Grund in den auSFrankreich erhaltenen Nachrichten, daß sich den Winterdurch Mangel, Verfall lind alle Arten von Noth, andem Hof, in den Landschaften und bey den Kriegsherren

sehr