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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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160
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i6o Dritte Abhandlung. '

in Gemeinschaft der Bevollmächtigten des Kaisers, Eng-lands und der vereinigten Niederlande über einen Mo-nat lang mit ausnehmender Geduld gearbeitet hakten.Der ganze Entwurf des vorläufigen Friedensschlusses,der aus vierzig Artikeln bestund, ist ein Beweis, wie sosehr die Bundsgenossen entschlossen gewesen, Frankreichnun einmal harte Gesetze vorzuschreiben. Mir Vorbe-halt der Genehmigung des Königs setzten beyde franzö-sische Herren ihre Anmerkungen, und wie sie wünschtendie Artikel eingerichtet zu haben, neben den Entwurf desStaatspenfionairS; dieser aber mit Zuziehung des PrinzEugen, des Graf von Sinzendorf und des Herzogs vonMarlborough brachten den ersten Entwurf, mit den An-merkungen, in ein eigentliches Instrument, an welchen:nicht ein Punkt ferner abgeändert werden, sondern welchesdas lMimatmn der Bundsgenossen seyn und bleiben sollte.Mit demselben verließ der Marquis den 26km May denHaag, um persönlich seinem König,anzuzeigen, welchausnehmend schwere und feinem Ruhme höchst nachthei-lige Bedingnisse er sich gefallen lassen müsse, bevor erden so nothwendigen Frieden erlangen könnte: er reiseteaber mit dem Entschluß ab, seinem König mehr dieVerwerfung als dieAnnehmung der Artikel anzurathen.Nur wurde noch von dem Marquis die Abrede getrof-fen, daß an den President, der in dem Haag verbleibenwerde, durch einen Kourier bis auf den gten oder ztendes Brachmonats entweder die Bestätigung der Artikel,oder aber die Verwerfung derselben von Seiten des Kö-nigs eintreffen sollte. Beyde Feldherren gaben ihrWork, daß sie bis auf den verabredeten Tag keine Feind-seligkeiten gegen die Franzosen vornehmen wollten. Sosollte Ludwig Xlv'. an sich selbst erfahren, daß es un-gleich schwerer sey einen Krieg zu enden, als anzufangen;und daß den Frieden zu bewilligen einzig in der Gewaltdes Siegers stehe.

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