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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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159
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Ueber den spanischen Thronfolgekrieg. ,59

Werden möge. Um aber sich der eigentlichen Gesinnun-gen deö Gegentheils auf daö unzweifelhafteste zu versi.chern, und weil man sich über den von dem PresidentRouille' abgefaßten Entwurf ebenfalls nicht vereinbarenkönnen, schlug der Marquis dem Staatspensionair vor:

„ er selbst sollte einen andern Entwurf von vorläufigen„Friedenöartikeln ihm und dem President mittheilen,„über welchen sie beyde eben also ihre Gegenanmerkun-„gen zu Papier bringen wollten, als solches die Bunds-„ genossen gegen den französischen Entwurf gethan ha-„ben." Heinsius nahm den Vorschlag gar willig an,mit der Versicherung, sein Aufsah werde dem Marquisein angenehmes Zeugniß seines sehnlichen Verlangensseyn, den Frieden zu befördern. Der Herr Heinsürslegte so gleich an diesen Entwurf die Hände an, mit Zu-ziehung der beyden Feldherren und des Graf von Sin-Zendorf, der in der Zwischenzeit als kaiserlicher Bevoll-mächtigter zu der Friedensversammlung in dem Haagangelanget war. — Die Arbeit gieng aber nicht soschnell vor sich, als solches der Herr von Eorcy wünsch-te, der schon seine Abreise aus dem Haag beschloßen undseinen König darauf vorbereitet hatte.

Der Marquis bemerket überhaupt von diesem Ent-wurf, daß derselbe, sowie er vermuthet, viel hartes,seine Vollmacht überschreitendes, in der Ausführungttlit großen Schwierigkeiten begleitetes, auch Frankreichkeine wahre Sicherheit ertheilendes enthalten habe. —Man habe ihnen zu ihren Gegenanmerkungen wenigeZeit gelassen, doch aber die Versicherung ertheilt, wennFrankreich den Entwurf genehmigen würde, sollten die^ratificanonen von Seiten Englands und der Republikohne Verzug eintreffen. —

So weit brachte man also dieses wichtige Geschäfte,5 ? welchem der geheime SraatSministcr des Königs,Aarquis von Torcy, samt dem President von Rouille'