172 Vierte Abhandlung.
Vierte Abhandlung.
Ueber die
Friedensunter Handlungen
zu
Gertruydenberg
in dem i7iOten.Jahre.
^>aben die europäischen Monarchen durch unnöthige,langwierige und unglückliche Kriege ihre getreuenUnterthanen in die traurigste Armuth und alles nur zuerdenken mögliche Elend gestürzt; so wissen sie durchAnwendung eines einzigen Mittels, welches ihnen garleicht fällt, alles zugezogene Elend wieder gut zu machen.Sie haben es in ihrer Gewalt die geplagten Unterthanenzu begeistern, daß sie die Trübsalen und Lasten noch lan-ger mit Aufopferung ihres Bluts und Darbringung ih-res letzten Eigenthums ganz gelassen erdulden. DieMonarchen dürfen nur, es sey mit dem Schein, odermit dem Wesen von landeSväterlichcr Zärtlichkeit, sichzu denselben herablassen, — anzeigen, daß sie allesmögliche beygetragen den Krieg zu enden, und ihnenden Frieden zu verschaffen: daß die Feinde hingegen soschwere und unmögliche Bedingnissc fodern, daß esschimpflich wäre, dieselben anzunehmen: daß der Ruhmdes Königs, die Ehre der Nation selbst, und die Rück-sicht auf die ehemaligen Siege und glücklich geführtenKriege, es unumgänglich erheischen noch einen, oderzween Feldzüge auszuhalten, um das Glück zu zwingen,
oder