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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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178
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,78 Vierte Abhandlung.

von petkum an die Hand, eine Reise an den ftanzösi- s

schen Hof vorzunehmen, jedoch als wenn solches nur s

aus eigner Bewegniß geschehe, um die Gesinnungen der o

Minister und des Königs in Absicht auf den Frieden ö

auszuforschen. — Dieser Unterhändler erhielt allda <

eine gar erwünschte Aufnahme. Der König erklärte r

sich, er sey geneigt die vorläufigen Artikel anzunehmen f

und zu unterzeichnen, Falls nur ein Auskunftsmittel in i

Vorschlag gebracht würde, durch welches die Härte und l

Unmöglichkeit des qten und des Z?ten derselben gemil- z

dert würde. Zu Versailles verstund man durch diese f

Auskunft eine anständige Entschädigung des Königs >

Philipp. Man wußte, daß dieser Prinz sich nimmer- l

mehr entschließen würde Spanien abzutreten, es wäre j

denn daß ihm eine andere, obgleich minder glänzende l

Krone als die spanische war, von den vereinigten Mäch- !

ten versichert würde. '

Freylich war dieses Begehren Frankreichs gar nichts !neues. Es war schon bey allen vorgegangncn Unter-handlungen betrieben, aber immer verworfen worden-Ludwig XIV. hätte dasselbe so gar mit heimlich und öf-fentlich angebotenen Geldsummen erkauft. — Pet<-kmn reifere mit dieser allgemeinen Erklärung nach deinHaag zurück. Sie war dem Herrn Heinsius, der nie-mals aus eigenem Trieb auf den härtesten Bedingnisse"bestanden, der wirklich den Frieden aufrichtig und auswichtigen Gründen wünschte, der aber nicht stark genugwar, sich mit Standhaftigkeic den strengen Federungendes kaiserlichen und der englischen Bevollmächtigten j"widersehen, nicht unangenehm. Er schöpfte aus der-selben Hofnung, daß der Friede annoch möglich sey, daßFrankreich sich zu allem bequemen werde, wodurch esdenselben erlangen möchte. Ja er schmeichelte sich, daßda die Angelegenheiten dieser Krone sich in einer noalmißlichern Lage, als in dem verfloßnen Jahre, befindetdie noch übrigen Schwierigkeiten durch ein beyderseits

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