Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. 177
den Vorschlag zu thun, er sollte, wenn der König Phi-lipp, wie wahrscheinlich sey, sich zu einer freywilligenAbtretung nicht verstehen würde, seine Waffen mit derBundsgenossen ihren vereinbaren, — um also durchdiesen Weg dem König Karl den ruhigen Besitz derspanischen Monarchie zu verschaffen. Man getrauet«sich zwar nicht, diesen Vorschlag geradezu zu thun. Mansahe von selbst ein, wie so empfindlich, ja wie so schimpf-lich derselbe sey. Aber vermuthen ließ man es doch,daß man bey Fortsetzung des Kriegs, und bey fernermglücklichen Lauf der Waffen, an welchem man im min-desten nicht zweifelte, mit demselben ungescheuet heraus-rücken würde. Nur hatte man dabey dieses einzige Be-denken, daß selbst der Prinz Eugen sich in dem vorigenJahre dagegen erklärt, und denselben als unnatürlichverworfen hatte. Man schmeichelte sich aber dennoch,auch diesen bevollmächtigten Feldherren zu gewinnen.Der Sieg bey Malplaquet verleitete auch in der Thatden Prinz, aufdiesem selbst für unnatürlich erklärten Be-dingniffe, gleich den Bevollmächtigten der Seemächte,Lu bestehen.
Nach Aufhebung der Unterhandlungen in dem Haagwurden die französischen Bevollmächtigten von den ge-8enseitjgcn beschuldiget, der Vorschlag, daß der Königseine Waffen mit den der Bundsgenossen vereinbarensollte, um seinen Enkel zu zwingen Spanien zu verlas,sch, sey ihre eigene Erfindung. Sie haben solchen ein.öig in der Absicht bekannt gemacht, um dadurch ihreLeheime Abneigung gegen den Frieden zu bedecken, und
Verhaßte desselben auf die VundSgcnosscn zu wal-jm. Die Fortsetzung dieser Abhandlung wird cS"öer in ein genügsames Llcht setzen, von welcher Seite^leser Vorschlag seinen Ursprung erhalten habe?
Der Staatspensionair von Holland gab eS mit dein>>n!)e des Feldzugs des Logten JahrS dem Herrn
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