Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. 197
schläfert werden; die Bundsgenossen hingegen jeden Tagnutzen, um sich in die furchtbarste Verfassung von allenSeiten zu setzen. Wirklich versäumten sie auch hierbeygar nichts, weil es bey ihnen ein fester Entjchluß war,durch den vorhabenden Feldzug Frankreich gänzlich in denAbgrund zu stürzen. — Vergeblich war e6, daß dieBevollmächtigten im Namen ihres Königs den Wunschäußerten, man möchte die Unterhandlungen in den Haag,oder wenigstens in eine andre der holländischen Städte z.D. nach Delst> oder Rorrerdam verlegen; indem manin dem Haag selbst oder doch naher bey demselben als zuGertruydenberg, mit dem Herrn Heinsius, und den Ab»gesandten der übrigen Machte bey jedem Vorfall sich un-terreden zu können, ohne darüber Zeit zu versäumen, diebeste Gelegenheit hätte. — Die BundSgenoffen hattenihre wichtigen Ursachen, diesmal keinen andern Ort zurFortsetzung der Unterhandlungen zu bewilligen, als wodieselben angefangen worden. Diese Ursachen waren denbeyden Abgeordneten gar wohl bekannt. Allein sie ver-sicherten, daß sie bey der nächsten Zusammenkunft denBevollmächtigten die Gesinnung der Gcneralstaatenüberbringen wollten.
Bey der zwoten Zusammenkunft gegen das Ende desMärz war die wiederholte Aerlßcrmrg, die Unkcrhandlun-8en nach dem zu verlegen, das erste, so die Bevoll-mächtigten auf die^Bahn brachten. Sie gewannen abernichts dadurch; die Abgeordneten versetzten, es sey un-Mvgänglich nothwendig, daß man sich vor allen Dingenüber den ^ten Art. vergleiche und die vorläufigen Arli-kel unterzeichne. Erst dann könne man sich in dem Haagversammeln, um den eigentlichen Friedensschluß selbst zuunterschreiben, wenn vorher alle übrige Bedingniffe wä-ren in Richtigkeit gesetzt worden. — Alle Gegenvorstel-°ungen, auch diejenige, daß zu Gertnrydcilderg dieGeschäfte einen so langsamen Gang hätten, waren srucht-Man sagte ihnen, die Abgeordneten hätten von ih-Nz ren