Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. sor
sich mit der zu seiner Schadloshalkung ausgeworfenenTheilung zu begnügen. — Werde dies Bedingniß nichtangenommen, und die Versicherung nicht auf diese Artertheilt, so sey an keinen Frieden zu gedenken. — Sowurde also das Ludwig XI V. so sehr verhaßte, seine Ehrekränkende Bedingniß abermals und zwar auf eine gesetz-gebende Art auf die Bahne gebracht. Kein einziges an-deres AuskunstSmittel war kräftig, das Harte dieserFoderung zu mildern. — Bey allem diesen war der An-theil des Königs Philipp noch nicht bestimmt: dieBundS-genosscn machten annoch ein Geheimniß aus demjenigen,was sie bewilligen wollten.
Noch niemals befanden sich die königk. Bevollmach.tigten weder bey den vorgehenden, noch bey diesen Unter-Handlungen, so sehr als dermal in die verzweiflungsvottsteLage versetzt. Was anders konnten sie mukhmaßen, als daßbeyde Abgeordnete ihnen die Erklärung auszupressen dieAbsicht hatten, daß man sich mit Sicilien allein, ohneNeapolis begnüge? Mußten sie alsdenn nicht besorgen, dieAbgeordneten möchten eine solche Erklärung auf Geneh-migung aller Bundsgenossen hin annehmen? Gesetzt, siehätten diese Genehmigung erhalten, was würde dann dieFolge davon gewesen seyn? was anders, als daß ihnenobige ganz genaue und bestimmte Erklärung würde abge-drungen worden seyn, nun solle Frankreich in Verbin-dung mit den Bundsgenossen dem König Philipp denKrieg aus der Ursache erklären, weil er sich weigere dievon den sämtlichen Bundsgenossen bewilligte, und vondem König selbst begehrte Theilung und Entschädigunganzunehmen. Und sollte dann der König sich dieser ver-haßten Verbindung entziehen, würde er nicht dadurch denFeinden den schon lang gesuchten Verwand geben, daßer allein durch sein Weigern die Ursach sey, daß der Frie-de, welchen er doch selbst so sehnlich suche, nicht erhaltenwerden könnte?
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