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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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202 Vierte Abhandlung.

Die dritte und vierte Unterredung brachten das Frie-denswerk nicht weiter als die vorhergehenden. Die glei-chen Federungen und eben dieselben Antworten, welcheman schon gelesen, wurden von beyden Theilen nur wie-derholt, nur wurden die OemsuäLs ulterleures niemalsvergessen; worinn aber dieselben bestunden? wollten dieAbgeordneten sich bis zu seiner Zeit vorbehalten. Freylichdie ferneren Federungen der Republik selbst zeigten sie an.Es waren dieselben, welche der Herr von Dussen schonbey einer der vorhergegangenen Unterredungen, aber dochals ein Geheimniß bemerket hatte. Diese neuen Anfo-derungen der Republik waren nicht gering; doch nicht dieeinzigen. Die Bevollmächtigten mußten sich auch nochauf Oemgucies ulterieuros von Seite des Kaisers undEnglands gefaßt halten. Muthmaßlich sollte ein Theilderselben sich auf folgende Punkte beziehen.

„ Daß dem König Karl von Spanien ein Ersaß an-gewiesen würde, wenn derselbe dem Herzog von Anjouauch nur einen kleinen Theil der spanischen Monarchie ab-treten sollte."

„ Daß den Erben des verstorbenen Königs Wilhelmvon England das Fürstenkhum Qranien zurückgegebenwerden sollte."

„Daß man den aus Frankreich gesichteten Refor-mieten, welche in den Staaten der Republik das Bür-gerrecht erhalten, den freyen Handel in Frankreich gestat-ten möchte." —

Die königlichen Bevollmächtigten befanden sich alsoschon auf dem Punkte, neue Befehle und Vollmachtenvon ihrem König zu verlangen, und besonders über diesevier Artikel.

„Ob der König zugeben könne, daß sie sich bey derersten zu haltenden Unterredung einzig mit Sicilien begnü-gen und diese Insel als die gänzliche Entschädigung fürden König Philipp annehmen sollten? "

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