2zo Vierte Abhandlung.
angetragenen Vorschläge verwarfen; daß sie unbeweg«lich auf ihrem Lieblingöentwurf bestunden, in keinen Frie-den einzuwilligen, eö sey denn daß der alte König vonFrankreich sich zu dessen ewiger Beschimpfung so weit er-niedrige, seinen Enkel in Gemeinschaft der Bundögenos-scn zu bekriegen, wenigstens daß er ihren Kriegövölkerndurch seine Lande den Durchzug gestatte, wenn sein En-kel nicht inner der ihm anberaumten kurzenZeit die ganzespanische Monarchie abtrete: besonders, wenn sie wis-sen, wie so ausnehmend, und über alle Erwartungen ge-neigt sich der König erzeigt, ferner nachzugeben und sichund sein Königreich beynahe allen willkürlichen Foderun-gen der Feinde zu unterziehen.
Frankreich war es nicht unbekannt, daß so wohl dievereinigten Niederlande, als Großbritannien, beynahe un-ter der Last dieses drückenden Kriegs erliegen. Aber dasElend dieser beyden Staaten kam doch noch nicht anden äußersten Jammer, der ganz Frankreich druckte; wä-re es auch demselben gleich groß gewesen, es würde dochFrankreich keine eigentliche Erleichterung verschaffet ha-ben. — Eben dieses nöthigte den König je mehr undmehr nachzugeben, und durch jeden Kourier die Mittelzu vermehren, den Frieden endlich zu erhalten, der ibmselbst und seinem Königreich so unaussprechlich wichtigund nothwendig war. Man hatte an dem französischenHofe von den Gährungen, so sich an dem englischen,und durch die ganze Nation regten, zuverläßige Nach-richten. Aber daß dieser Anfang der Grund einer fürdiese Krone so ausnehmend glücklichen Wendung der An-gelegenheiten seyn könnte, daß dieselbe dem kaiserlichenHofe, und selbst der Republik der vereinigten Nieder-lande, so sehr alle ihre Entwürfe vereiteln, zu Bodenstürzen, und das so äußerst geschwächte Frankreich inVerständniß mit England zur gesetzgebenden Macht aufder Friedenöversammlung erheben würde — dies konn-te auch der scharfsichtigste Staatsmann nicht mit der
klein-