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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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229
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Ueber die Unterhandlungen zu Gertruybenkerg. 22g

neten, so wie andere, verworfen zu werden, sondern vondem sie urtheilten, daß es von den Bundsgenossen alshinlänglich möchte gehalten werden, den Krieg zu be-enden, und den König in Frankreich'in dem 7 ZtenJah-re seines Gebens des so bittern Verdrusses zu entheben,seinen Sohnssohn zu bekriegen, Falls derselbe sich wei-gerte seinen kleinen Antheil von der spanischen Monarchiefür die so wichtigen Staaten anzunehmen, welche annochunter seiner Oberherrschaft stunden.— Noch niemalsstund der Friede so nahe. Es ist sehr wahrscheinlich, daßwenn bey dieser Unterredung die Abgeordneten der Repu-blik genügsame Vollmacht gehabt, auf solche Vor-schlage, welche sie für sicher und hinlänglich hiel-ten, daß die spanische Monarchie an die Bunds-genossen würde in einer bestimmten Zeit abgetre-ten werden, — den Frieden zu bewilligen, so wäredieses so heilsame Werk glücklich zu Stande gekommen.Die noch übrigen Schwierigkeiten würden sich ebenfallsdurch weniges Nachgeben der Abgeordneten, und durchlnehrcres der Bevollmächtigten, zu einem erwünschtenZiel gelegt haben. Allein zum Unheil konnten die erste-> ren keine andere Versicherung ertheilen, als daß sie überdas vorgeschlagene Auskunftsmittel, wie auch über dieSumme selbst, so Frankreich jeden Monat erlegen sollte,

' Falls das erstere annehmlich erachtet würde, den Ent-schied der allseitigen BundSgenossen bey ihrer Rükkunftaus dem Haag den königlichen Bevollmächtigten ohneUmstände bekannt machen wollten. Schanden l?tendes Brachmonatö, also nur zwey Tage nach ihrer An-kunft, rechten sie wiederum von Gertruydeuberg ab.Sie gaben dadurch abermal den Bevollmächtigten dieöenöthigte Zeit, fernere Verhaltungsbefehle abzuwarten.

Auch nach einemVcrfluß von siebenzigJahren muß«6 unbefangene Gemüther nicht wenig schmerzen, daß dieBundSgenossen mit Hartnäckigkeit die von Frankreich

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