Buch 
Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
Entstehung
Seite
245
JPEG-Download
 

Ueber die Unterhandlungen zu Eertruydenberg. 24z -

sen, wollten durch eine gar nicht zweydeutige Antwortalle Welt und die Nachkommen wissen lassen, von wel-cher Seite die Hindernisse hergerührt, daß durch die Un-terhandlungen zu Gercruydenberg der Friede nicht zuStande gekommen sey.

Des Staatspensionairs Antwort bezog sich auf die-jenige, welche die beyden Abgeordneten aus Auftrag derGeneralstaaten unter dem gleichen Tage an die Bevoll-mächtigten erlassen hatten. Diese letzteren bezeugten inganz gemäßigten Ausdrücken ihr Mißvergnügen, daß sie,Ungeachtet aller ihrer angewandten Sorgfalt und) 1 mhe, den erwünschten Endzweck nicht habenerzielet; mögen.

Allein eine am gleichen Tage auf Befehl der HerrenGeneralstaaten durch den Druck bekannt gemachte Acteheitert am klärsten derselben Gesinnungen auf. »Siesagen, weil die königlichen Herren Bevollmächtigtendurch ihre Antwort die ihnen gethanen Antrage verwor-fen, indem sie erklärt, es sey ohne Nutzen fernere Unter-Handlungen über diese Anträge zu pflegen; so bleibe denhohen Bundsgenossen nichts übrig, als sich diese Aufhe-bung der Unterhandlungen gefallen zu lassen, indem dieFeinde bey ihren Gesinnungen zu verharren entschlossenseyen. Da also bey solchen Gesinnungen die weitereFortsetzung der Unterhandlungen in der That ohne alleFrucht seyn würde, es also noch weit entfernt sey die Sa-chen zu einem Friedensschluß zu bringen, wie solches dochimmer das Absehen der Staaten und ihrer Verbünde-ten gewesen, so müssen sie diese Zerreißung mit bittermWiderwillen geschehen lassen."

Durch die gleiche Acte wurden die Herren von Buys,Und von der Dujsen berechtiget, den Herren Vevoll-tnächtigten diese gegenwärtige Entschließung der Gene-talstaaren anzuzeigen, jedoch ohne sich im mindesten in°>ne umständliche Antwort des Schreibens derselben ein-inlassen, obgleich die begründetste Widerlegung dessel-

O. Z ben,