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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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255
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1 Ueber die Friedensunterhandlungen zu London. 25;

mehr an England zu halten, an diejenige Macht, vonder die Niederlande beynahe gänzlich abhiengm, von derder Kaiser und sein Bruder vornehmlich ihre mächtigsteUnterstützung erhielten, und welche bis dahin theils durcheigene Kriegövölker und Flotten, und durch Besoldungselbst der Kaiserlichen und andrer Kriegsvölker, die wich-tigste Last des Kriegs getragen, auch das WesentlichsteZu glücklicher Führung des Kriegs beygetragen hatte.Diese Macht konnte also auch bey den Friedensunker-Handlungen den wichtigsten Ausschlag geben. Die Fol-gen dieses Entschlusses beweisen es genugsam, daß derMarquis staatöklug gehandelt, und in einem günstigenAugenblick die geänderten Zeiten und Umstände für sei-nen König, für seine eigene, durch die Unterhandlungenin dem Haag beynahe besteckte Ehre, und für die Ret-tung der Ehre der französischen Nation zu nutzen gewußti habe.

Es ist ein kleiner, doch merkwürdiger Umstand, daßein katholischer Geistlicher und ein Dichter an den gehei-men Friedensunterhandlungen zu London, und dann einenglischer Bischof, und ein französischer Abbe' an demeigentlichen Friedensschluß, sehr wichtigen Antheil gehabt,und sehr vieles zu diesem großen Werke beygetragen ha-ben. Gaulrier oder Gwalrer, den Catholischen Abbe,und Prior, den englischen Dichter und Staatsmann,werden wir bald kennen lernen. Der Herr Robinson, Bi-schof von Bristol und Lord geheimer Siegelbewahrer vonEngland, wird als erster großbritannischer Bevollmächtig-ter zu den allgemeinen Friedenöunterhandlungen zu Ut-recht, in der folgenden Abhandlung vornehmlich auftreten.

Der Abt Gwalrer kehrete mit dem Graf von Jers! Hp, englischen Gesandten an dem französischen Hofe, bald! "ach dem Ryßwykischen Frieden, als Kaplan nach Eng-iand zurück. Dieser Mann, der zu Führung wichtigerbraatösachen durch Wissenschaften und durch natürliche

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