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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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282
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Fünfte Abhandlung.

Grenzplätze zwischen Frankreich und den Niederlan-den, und dann auch gegen das deutsche Reich betreffe.

IN. ..Daß, da die Kurfürsten von Kölln und Bayernunrechtmäßig ihrer Länder beraubet, und durch die Achtihrer Würden entsetzet worden, die Königinn alle ihreKräfte daran wenden wolle, daß diese beyden Prinzen nichtnur daö ihnen an Landen und Würden entzogene zurück,sondern auch einen anständigen Ersaß erhalten. Dieskönnte am besten geschehen, wenn der Kurfürst vonBayern in den Besitz der spanischen Niederlande eingesetztwürde, welche demselben schon von dem König Philippabgetreten worden. — —

Ben der ersten gemeinsamen Unterredung, die den21 ten August bey dem Graf von Jersey gehalten wurde,hörte man dem Herrn Menager mit Vergnügen zu, solang er sich bey den Handlungsvortheilen verweilete, wel-che England von Spanien durch Vermittlung des Kö-nigs in Frankreich zustießen sollten; da er aber auch vondem Inhalt seines zweyten Memorials, von den Beding-nisten für Frankreich reden wollte, sagte man ihm geradezu, daß es dermal einzig um das Interesse von Englandzu thun, — daßidas, so seinen König berühre, auf derallgemeinen Friedensunterhandlung müsse in Ordnunggebracht werden. — Die Vorstellungen des Hr.Me-nager machten auf die englischen Bevollmächtigten nichtden mindesten Eindruck. Sie erklärten sich alle einmü-thig, daß eine solche Auseinandersetzung von Foderungenund Gegerffoderungen zu viele Zeit erheische, daß manauf die Beendigung der vorläufigen, nur England unddessen Befriedigung allein betreffenden Bedingnisse be-dacht seyn müsse. — Diese ganz trockene und standhafteErklärung bewog den Hr. dUenager, den Umständennachzugeben: und dies um desto mehr, da Hr. Priorbevollmächtiget wurde, ihm anzuzeigen, daß der Königbey dieser Nachsicht gar keine Gefahr laufe, und daß er bey