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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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281
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Ueber die Friedensuiiterhandlnngen zu London. 28 l

Frankreich und seine eigene Ehre nachtheiligen Folgendar. Auf der andern Seite mußte er mit Grunde be-sorgen, daß eine unzeitige Zurückhaltung den Federun-gen so zu entsprechen, wie er darzu bevollmächtiget war,den Gegentheil zu Unwillen reihen, und die ganze Unter-handlung gleich in ihrem Anfang zerstören möchte. —In dieser Verlegenheit entschloß er sich zwey Memorialeaufzusetzen: das eine sollte die Punkte enthalten, welcheFrankreich, theils für sich selbst, theils für den König inSpanien an England bewilligen wollte. Das zweytefaßte die Artikel in sich, welche der König für sich selbstund sein Königreich, deßgleichen für den König von Spa-nien, und ihre gemeinsame BundSgenoffen als einen Er-sah von England und den Bundsgenosstn foderten.

Bis dahin hatte Frankreich die Königinn Anna nochnicht als rechtmäßige Besitzerinn des großbritannischenThrons, sondern den vorgegebnen Sotzn des flüchtigenKönig Jacobs II. erkannt. Die Königinn hingegen er-kannte einzig den kaiserlichen Prinz Aarl, der dazumalauf dem Punkte stund, zum Nachfolger seines verstor-benen Bruders auf dem römischen Kaiserthron erwähltzu werden, als rechtmäßigen König von Spanien: derKönig Philipp wurde nur als Herzog von Anjou an-erkannt.

Was der Herr Nlenager für Frankreich und Spa-nien und derselben Bundsgenossen in seinem zweyten Me-morial verlangte, bestund darin»:

I. „Daß die Königinn von England nicht allein fürsich verspreche, den König Philipp als rechtmäßigen Kö-nig von Spanien zu erkennen, sondern auch all ihr Anst-Heu anzuwenden, daß er ebenfalls von allen ihren Bunds-genossen , als König von Spanien und Westindien er-kannt würde."

II. „Daß England zu Wiederherstellung des Ry st-atischen Friedens arbeiten wolle, in so fern derselbe die

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