Ueber die Friebensunterhandlungen zu London. 29z
hen, indem weder der Kaiser, noch die andern Bunds-genossen das letztre jemals zugeben würden. — Würdeder Barrierevertrag nicht abgeändert, so könnte nichtsanders erfolgen, als daß derselbe einen allgemeinen Un-willen bey der englischen Nation erwecken müßte. —Beyden Staaten werde es unumgänglich nothwendig,ein gutes Verständniß zu unterhalten: ohne dasselbe fallees beyden unmöglich von Frankreich gute Bedingnisse zuerhalten, und das Gleichgewicht zwischen den übrigenNächten zu lenken. Hieraus ergebe sich, daß kein Theilvon ihnen auf Bedingnisse dringen könne, welche demwahren Interesse des andern Nachtheil bringen, und mitGrunde Besorgnisse erweckten."
„Aus den der Königinn von England vorgeschla-gen Städten, Utrecht, LIimwegen, Aachen oderEüttich, zur allgemeinen Friedenshandlung, überlassesie den Staaten die Wahl."
Würde der kaiserliche Gesandte mit den Staatenvorgeben, daß die Preliminarien kein genügsames Fun-dament zu einer Friedcnöhandlung seyen, daß auch die-selben von denen, so man vor zwey Jahren festgesetzt,sehr verschieden waren, so sollte der Gesandte zu verstehengeben: „Frankreich hätte muthmaßlich wohl zu einer nä-hern Bestimmung und Erläuterung derselben mögen ge-bracht werden, daß es aber nicht geschehen, daran seyeinzig die Eifersucht und Unruhe Schuld, welche diesebeyden Mächte über die Unterhandlungen Englands mitFrankreich geäußert. — Sollten aber alle Bundsgenos-sin fest entschlossen seyn, unter keinen schlechtem Beding,bissen Frieden zu geben und anzunehmen, als unter be-ben, die Frankreich in dem Haag vorgeschlagen worden,fv wäre auch die Königinn bereit, ihnen beyzustimmen:bur wolle sie dann die ungleiche Last der Kriegs-kosten, die jährlich auf sie vermehret worden, nichtlanger tragen, auch nicht zugeben, daß die Bunds-
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