2yr Fünfte Abhandlung.
Königinn mit allem dem Eifer beförderlich seyn, welchensie die ganze Zeit des Kriegs durch gezeiget. — Für sichselbst hätte sie keine Bedingnisse gesucht, die mit dem wah-ren Vortheil der Republik in Widerspruch stünden. —-Was sie sich besonders für ihr Königreich ausbedungen,sey gröstentheils von einer solchen Beschaffenheit, daßman dasselbe entweder Frankreich weiter überlassen, oderder Königinn einhändigen müßte. — Niemals aberwerde auch der allergrößte Vortheil sie bewegen, einemFrieden Gehör zu geben, so lang die Herren Staaten, ih-re guten Bundsgenossen, nicht alle billige Genugthuung,so wohl in Absicht auf ihre Handelschaft und Vormaur,als auch in allen andern Absichten erlangen würden."
„ Allein die Königinn werde sich mit Recht für belei-diget halten, und gedenken können, daß ihr eigenes Be-tragen und das der Staaten sehr ungleich wäre, wenndieselben sich über diesen Punkt noch weiter beschwert zuseyn glauben wollten. — Und da sie fest entschlossen sey,kilie Vortheile anzunehmen, die dem Interesse der Staa-ten entgegen, und auch keinen Frieden einzugehen, bis siebillige Genugthuung erhielten, so berechtige sie die Rolle,welche sie während des ganzen Kriegs gespielt, und dieweit mehrere Last, so sie dabey getragen, als die Bunds-genossen, welche doch in größrer Gefahr gestanden, undmehr zu verlieren hatten, gar wohl, die Sachen vonGroßbritannien in Richtigkeit zubringen, ehe sie ihre Ein-willigung zu einer allgemeinen Friedenshandlung ertheile. ^
Die Einwendungen der Staaten, daß die Königinnsich verpflichtet, nur gemeinschaftlich mit ihnen Friede znschließen, und für ihre genügsame Vormaur zu sorgen,sollte der Gesandte also beantworten, „ daß ohne der Staa-ten billige Zufriedenheit von der Königinn der Friedenicht werde geschlossen werden. In Ansehung der Bar-riere sey es für die Staaten weit zuträglicher, lieber ei-nen Vergleich zu treffen- als auf dem Ganzen zu beste-