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Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht.
dem Verlangen der Königinn zu einer Zeit, da derFriede als geschlossen könne angesehen werden, mit Ver-achtung alles Argwohns zu entsprechen. Jedoch mußteder Herr von Torcy annoch einen Versuch bey denbritannischen Ministern wagen, ob es etwa möglich sey,die Königinn von ihrem Entschluß, Dünkirchen durchihre Kriegövölker besehen zu lasten, abzubringen?Allein alle dessen noch so schmeichelhafte schriftliche Vor-stellungen an den Lord Bolingbroke, von der Aufrichtig-keit der Gesinnungen und der Freundschaft des Königsin Frankreich gegen die Königinn, zu einer Zeit da mannoch in offenem Krieg gegen ihn stehe; daß dieFoderungvon Mißtrauen gegen das Wort des Königs zeige; daßdadurch die Generalstaaken nicht wohl weder zur Theil-nehmung an dem Stillstand, noch zu einem Ersah fürdie Zernichtung der Festungswerke könnten gezwungenwerden; daß dieselben vielmehr dadurch veranlasset wer-den, auf Mittel zu denken, dem Frieden neue Hinder-nisse in den Weg zu legen, an Statt daß eben dieses sienach den Absichten Englands zum Nachgeben bewegensollte, — — wurden vergeblich verschwendet. DerMarquis fand Männer vor sich, welche die Ehre ihrerKöniginn und den wahren Vortheil ihres Vaterlandskannten, für die Sicherheit ihrer Personen pflichtmäßigbesorgt waren, und sich durch französische Höflichkeitenzu einer Schwachheit, oder vielmehr zur Niederträchtig-keit nicht hinreisten ließen. Es war der Königinn nichtsowohl um den kurzen Besih von Dünkirchen, sondernum das, so England wesentlich, um die Zerstörung derFestungswerke, und vornehmlich des Seehafens zu thun,der von Frankreich in der Absicht angelegt worden, umEngland in Furcht zu erhalten. Kein bequemeres undsichreres Mittel hätte man finden können, um sich diesenbeschwerlichen Dorn aus den Füßen zu schaffen, undFrankreich zu dessen Schleifung zu nöthigen, als sichzuvor in dessen Besitz zu versehen.
H 5 Aber