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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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370
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Sechs« Abhandlung.

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die Republik zu erbittern. Er ließ es an nichts erman-geln, um das Mißvergnügen der Königinn und ihrerEtaatsbedien« gegen dieselbe zu vergrößern, und noch ^mehr anzufeuern. Das Ziel aller seiner Unternehmun-gen war nichts geringerS, als einen offenbaren Bruchzwischen beyden bis dahin durch so viele Bande vereinig- ^ten Möchten z» bewirken. So weit wollte dieser ^Staatsmann den ehemaligen Hochmuth der Republik,-en er selbst empfunden, züchtigen, und das ihm rer- >ursachte Mißvergnügen auf das empfindlichste an ihr !rächen. Er ließ der Königinn heimlich zu verstehengeben, daß, weil die Staaten so undankbar gegen siegehandelt hätten, so sollte sie ihre Kriegsmachtunter dem Herzog von (Drmond mir der franzö-sischen vereinigen, um die Bundsgenojsen zueinem Frieden zu zwingen. Ein Vorschlag, der vonder Staacskiugheit des Marquis keine hohe Vorstellungerweckt! Er fand Männer vor sich, welche wußten,was sie für die Ehre ihrer Königinn, ihrer Nationund zu ihrer eignen in Rücksicht auf eine nichtallzuweit entfernte Rechenschaft zu thun schuldig seyen;die es verabscheue«», das niederträchtige Werkzeugder vermeinten oder wirklichen Beleidigungen eineSmißvergnügten Ministers zu weiden. — So feinund vorsichtig dieser Antrag dem englischen Hoffgemacht wurde, so hörte doch die Königinn denselbenmit der größten Verachtung an. Es dientdieser Monarchinn und ihren Sraatsbedienten zur aus-nehmenden Ehre, daß der Lord Bolingbroke m Her-ren von Torcy antworten muß«, „daß keineReizungen,so empfindlich solche immer seyn möckuen, die Köm, innbewegen könnten, ihre Bundsgenosten in Verlegenheitzu letzen: vielmehr wolle sie sich bemühen, diestlbeNdurst) Handlungen der l^roßmuth und der wahrenFreundichafr auf beste« Gedanken zu bringen, oder sieihrer eigenen Klugheit überlasten. Sollte es sich