Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht. Z75
vorgesetzt hatte, denselben überall keine Vorschrift auf-zudringen, wohl aber ihre eigene Bemühungen dahin zuverwenden, daß ihnen die bestmöglichen Bedingnisse er-halten würden *>)." — Freunde und Feinde geben e6zu, daß der Lord Bolingbroke der Mann gewesen, dervorzüglich glücklich eine Gesandtschaft von der größtenWichtigkeit zu führen gewußt habe.
Der Punkt wegen Abtretung des Königreichs Si-nken/ und daß die Abtretungsurkunde von Seiten desKönigs in Spanien, seiner eigenen Verzichtleistung aufdie französische Krone sollte beygefügt werden, — ver-ursachte die meisten Schwierigkeiten. Bey den Englandbesonders angehenden Artikeln war Frankreich zu dem,was England verlangte, bereit. Aber noch immerwaltete eine Art von Unwillen gegen den Herzog vonSavoyen und dessen Uebertritt von der Parthey seinesTochtermannes zu der derBundsgenossen. Der französi-sche Hof hatte denselben immer als die Ursache der häu-figen Unglücksfalke betrachtet, welche ihn von diesemZeitpunkt an in Italien, Deutschland und Flandern be-troffen haben. — Diesen Prinz sollte man nun helfengrößer und mächtiger machen. Eine unangenehmeHandlung, wenn man lieber Rache, als Großmuth be-weiftn wollte! — Frankreich war entschlossen entwederdiese Insel mit dem königlichen Titel dem Kurfürsten vonBayern/ als eine Entschädigung dessen, was derselbe für^ Frankreich aufgeopfert/ zuzuwenden: oder aber, wenn! dieser Bundsgenoß durch andre Wege gänzlich wiederumZu seiner Würde und seinen Staaten gelangen möchte,solche dem König Philipp zu erhalten, damit ihm die-selbe, es sey über kurz oder lang, den Eingang in das Kö-nigreich Neapolis bahnen möchte, obgleich eben dieser
Aa 4 Prinz
») V. les Nemoirer äs l'orcy D UI. 2ZZ. Swift1 . VI. S. 27b.