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Sechste Abhandlung.
ten enthielt und durch das Urtheil der ganzen Nationverworfen wurde. — Die Provinz Utrecht machte zudiesem Nachgeben den Anfang, ^ournay wurde end-lich, aber nicht zu Utrecht, sondern zu Versailles, fürdie vereinigten Niederlande erhalten und gerettet, jedochso, daß sie nicht nur Conde' Frankreich überlasten, son-dern auch von ihrer Foderung der Ausnahme der vierGattungen von Kaufmannswaaren, welche in dem Zoll-vergleich von 1664 waren frey gemacht worden, abste-hen mußten. Der Herr MenaFer, der zu Utrechtmehr den Geist eines gewinnsüchtigen Kaufmanns, alseines edelmüthigcn Friedensunterhändlers Wlgte, bestunddarauf, daß wider alle Natur dem König die Anstel-ln,reyen der von ihm abgetretenen Festungen, besondersaber von Tournny verbleiben sollten, damit täglich neueGelegenheiten zu Mißverständnissen an der Hand waren.Nur allein die Unterhandlungen zu Paris zwischen demHerzog von Schrewsbury und dem Herren von Torcykonnten diesem Geist der Rache und Kränksucht desHerrn Menager ein Ziel setzen. Der Herzog stelltedem Marquis vor, daß da feine Königinn die Republikdahin vermögt, die Federungen wegen Conde' und derAusnahme der vier Arren von Kaufmannswaaren fallenzu lassen, sie ohne dieselbe den Frieden nickt unterzeich,nen werde; daß sie das Begehren ihrer Bundsgenossen,die Kastellanenen zugleich mit den Festungen zu besitzen,billige und fest entschlossen sey, entweder mit denselbenstehen, oder zu stallen. Diese ernsthafte Vorfiel-langen bewogen Frankreich nachzugeben und alle unnö-thige Schwierigkeiten abzubrechen.
Wahrscheinlich erweckte die Sehnsucht der Königinnnach dem wirklichen Friedensschluß bey Frankreich dieBegierde, das Ende der Unterhandlungen aufzuschiebenund zu erschweren. Man wußte, daß sich gleich nachdem Anfang des ragten Jahrs das Parlament ver-sammeln sollte, und daß dasselbe die Anzeige von der Kö-niginn