Sechste Abhandlung.
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theile des Reichshosraths und die Sicherheit des Reichsdurch Abtretung StraßburgS, durch Ueberlassung vontandan, durch Schleifung andrer Festungen — sichergestellt worden wäre. — Die Kunst glückliche Unter-handlungen zu treffen war den kaiserlichen Ministern vonlangen Zeiten her vorzüglich geläufig. Niemals- aberbefanden sie es dienlich, zu Utrecht gleich andern Mach-ten eine Unterhandlung anzufangen. Alle ihre Künste-zielten vielmehr auf die Unterbrechung der FricdcnS-hcmdlung, und auf die Fortsetzung deS Kriegs. DaEngland selbst ihnen allen Anschein von Hofnung, ih-ren Entwürfen beyzutreren, entzog, so schmeichelten siesich doch wenigstens die vereinigten Niederlande zu bere-den, sich durch diesen Weg vorrheilhaftere Bedingniffezu erzwinge». Aber nichts ist sicherer, als daß dieselbenihrem Unglück zugeeilet, und sich gar aller Vortheilewürden beraubet, auch ihre Vormaur nocb schwächer ge-machte haben, wenn sie sich zu diesem der Staatsklug-heit widrigem Entschluß hätte» hinreisten lassen. —Frankreich bot dem Kaiser zu mehrern Malen denFrieden und die Hinlegung aller Streitigkeiten auch ge-gen den Herzog Philipp von Anjon an; aber immer mitAbschlag von Seiten des Grasen von SinzendorffNoch vor der Unterzeichnung der Friedensschlüsse über-gaben die französischen Bevollmächtigten den kaiserlicheneinen Friedcnsentwurf. Der Inhalt desselben war/„die Sachen zwischen dem Kaiser, dem Reiche undFrankreich auf das Fundament des rnßwikischcn Frie-dens wieder herzustellen. Dagegen sollte der Kaiser indie Wiedereinsetzung der Kurfürsten von Kölln undBayern in ihre Würde und Lander willigen; dem letzter"die Insel Sardinien nebst dem königlichen Titel, u»dLuxcnburg und Namur so lange überlassen, bis ihm Ge-nugthuung geschehe." — Diese Bedingniffe hielte"die kaiserlichen Minister für unerträglich. Sie wäre"in der That schwer und hart. Aber war ein begrün-