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Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht.
gefallen lassen, nur in den Hauptsachen nachzugeben, soist gewiß, England würde für seine und des ReichsVortheile stärker als e§ wirklich gethan, gesorget haben.Die Königinn hatte gerechte Ursachen, dem Kriege einfür ihre Reiche vortheilhaftes Ende zu machen. VonSeiten des Kaisers hingegen wurde alles gethan, derKöniginn und derselben Ministern die Fortsetzung desKriegs nicht sowohl aus Gründen, die überzeugten, zu 'belieben, sondern vielmehr sie wider ihren Willen undVortheil dazu zu zwingen. In keinem einzigen Um-stand bemühete man sich, den guten Willen der Köni-ginn zu erhalten, und init ihr zu gemeinsamen Maßre-geln Abredungen vorzunehmen. Man handelte voll-kommen als ob die Umstände also beschaffen wären, daßEngland von dem kaiserlichen Hofe abhängen müßte,da doch mit Grund kann dargechan werden, daß die Ab-ficht, Frankreich zu einer Genugthuung gegen das kai.serlicheHauö zu zwingen, nur durch den Beystand Eng.lands mußte ausgeführt werden. — Man that ge-wissermaßen was man konnte, um die Königinn undihre Minister zu erbittern, und ihnen diejenige Gleich,gülrigkeit abzuzwingen, welche sie gegen das Ende derUnterhandlungen nicht mehr geheim gehalten haben.Man darf mit besten Gründen behaupten, daß wennzwischen dem Kaiser und England ein gemeinsamerFriedenSentwurf wäre abgeredet worden, wie die Koni-8inn vielfältig dazu auffoderte, daß in diesem Fall un-streitig der Herzog von Gavoycn mit mindern Vorthei-len sich hätte begnügen müssen; daß niemals weder einKönig von Stritten, noch von Sardinien in Europaentstanden wäre; daß auch der Kurfürst von Bayernstch hätte gefallen lassen müssen, die obere Pfalz, undden ersten Kurfürstenrang einem andern Prinz bis andessen Tod abzutreten; daß in Absicht auf das Elsaßder westphälische Friede, mit Abschaffung aller Nen-nungen, bestätiget, also die Ehre des Kaisers, die blr-
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