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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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423
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Ueber die Unterhandlungen zu Utrecht. 42z

welchem ihm der Kaiser den Sieg bey Höchste« beloh-ne«, wurde dem Eigenthümer desselben, dem Kurfürstvon Bayern, wiederum zugestellt. Unmöglich war e6dazumal den Kaiser zu bereden, den König Philipp alsrechtmäßigen Bescher der Krone Spanien zu erkennen.

Also siege« Frankreich auf allen Seiten. Spanienund XVestindien wurden seinem Hause von allen Mäch-ten gesichert; England ausgenommen, legte es allen wi-der ihn verbundenen Machten Gesetze auf. Die Ehreder Nation und der Ruhm des Königs wurden,nach ei-ner etliche Jahre gedaurtcn Verdunklung nur glänzenderwieder hergestellt. Der höchste Beherrscher der Völker,der, so das Schicksal derselben, ihren Fall, ihren Wachs-thum und ihre Erhaltung lenket, woll« wunderbar inseinen Wegen, und unerforschlich in seinen Gerichten,erkannt werden.

Anhang.

T^o glänzend die Rolle war, welche England bey der

Friedensunterhandlung zu Utrecht spielte, eben ss

glücklich, rühmlich und vortheilhaft war für diese mächtigeVölkerschaft der vierzig Jahre nachher entstandene Kriegin Europa, und in dem nördlichen Amerika. Der Frie-densschluß zu Paris in dem > ?62sten Jahre erniedrigtedas entkräftete Frankreich. England, dem das Kriegs-Wck über alles Erwarten günstig war, das aber diesesaußerordentlichen Glücks durch die Klugheit seiner ge-machten Entwürfe, und durch das gute Verständniß-wischen den Staatsbeamten und den Anführern seinerSee. und Landmacht, und dann noch durch dieTapserkeit derletzteren sich vollkommen würdig machte, erwarb sich aus-Nehmende Vortheile. Noch niemals erhielt diese KroneEine sich so sehr auszeichnende Uebermacht über Frank-reich als dazumal.

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Allein