bis auf die Fricdeneschlussc zu Utrecht u. Rastatt. 429
Enkel als König in Spanien erkennen. Im Anfang i?yvdes CHristmonats trat der neue König seine Reise nachSpanien an.
Dieser in Absicht auf seine Folgen ausnehmendwichtige Entschluß des Königs wurde bey dem KönigWilhelm in England und den Staaten der vereinigtenNiederlande durch folgende Gründe, die, weil sie zuVersailles überzeugend waren, auch zu London und indem Haag überzeugend seyn sollten, gerechtfertigct.„Die Vollziehung des TheilungSvcrtragS würde doch„nur unendliche Schwierigkeiten in Europa verursachet„haben; diesem Theilungsvertrag wäre cö im höchsten„Grade entgegen, wenn man den Geist und Zweck dessel-ben verlassen, und sich einzig an die Worte binden„wollte. In den gegenwärtigen Umstanden mußte ei-„nes von dem andern wohlbedachkig unterschieden wer-„den. Der Geist und die lVorte des Vertrags hüt-eten, so lang der König Karl 11. lebte, übereingestim-„met: aber dessen Testament und Absterben verursach»
„ten darin» einen Unterschied, daß das Testament zer-nichtet würde, wenn der Theilungsvertrag den Wo»
„ten nach bey Kräften verbleiben sollte. Das Testa-„ment bringe den allgemeinen Frieden, der Vertrag«hingegen lege den Gruud zu einem allgemeinen Kriege.„Nur dieses entscheide die zu treffende Wahl, um der„Hauptabsicht und dem Geist des Vertrags gemäß zu„handeln Diese bestehe in der Erhaltung der allge-meinen Ruhe in Europa, in der Vermeidung eines„neuen Kriegs, und in der Verhinderung einer befürch-teten Vereinigung allzuvieler Staaten unter einem und„eben demselben Fürst. --- Keine andre als diese B»„wegungsgründe, die Ruhe zu befestigen und den Krieg„abzuwenden, haben den König bestimmt, das Testa»„Ment Karls II. anzunehmen. — Würde er solches»,ausgeschlagen haben, so wäre solches unfehlbar von
„dem