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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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430
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4Z<r Geschichte des spanischen Thronfolgekriegcs

1700 „dem Kaiser angenommen worden, weil dies der einzige„Zweck aller seiner Unterhandlungen zu Madrit, und„die Ursache der Nichtannehmung des Theilungsver-„trags gewesen sey. — Um denselben zu vollziehen,„hätten die dem Dauphin bestimmten Staaten durch„die Waffen erobert werden muffen. — Durch die„Annahme des Testaments falle alles Recht der spani-schen Erbschaft auf seinen Enkel, den neuen König von„Spanien. — Dem König Ludwig sey es nicht er-laubt, das Testament zu trennen, — einige Artikel„anzunehmen, und die andern auszuschlagen. — Es„sey anbey der Gerechtigkeit liebenden Denkart des Kö-„nigs gemäß, seinen Enkel eines Königreichs nicht zu„ berauben, welches ihm durch den Willen des versterbe-„nen Königs und durch die einmüthige Stimme und„vereinigte Wünsche der spanischen Nation sey angetra-gen worden. -"

Dies war doch eine sehr künstliche Wendung, welchedie französischen Staatsbedienten und Gesandten demEntschluß ihres Beherrschers gaben. Zwo sich völligwidersprechende Sachen sollten nach der französischenScharfsinnigkeit hier vereinbaret werden, diese: daß derKönig durch Annahme des Testaments nach denlVor-cen auch dem Geist und der Hauptabsicht des Thei-lunqsvergleichs Genüge gethan habe. Allein die beydenMächte, welche nebst Frankreich den Vertrag verabre-det hatten, wollten diese jesuitische Vernunft- und Ueber«zeugungslehre nicht verstehen.

Mit dem Entschluß, das Testament des verstorbnenKönigs anzunehmen und den Theilungsvertrag zu ver-lassen, mußte der Entschluß unzertrennlich vereinbaretwerden, sich auf einen K rieg gefaßt zu halten. Dennauch mit der drohenden Erinnerung des Grafen vonBriord, .französischen Gesandten in dem Haag: das

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