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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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434
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4Z4 Geschichte des spanischen Thronfolgekrieges

, 7 v» »Niederlanden genossen hatten, nebst der Ertheilung„aller Vortheile und Rechte, welche die französischen„Unterthanen selbst in ihrem Handel mit Spanien und„den dazu gehörigen Ländern besäßen."

Der englische Gesandte von Stanhope verlangtefür seinen König und Volk, die gleichen Bedingnisse,welche die Republik gemacht hatte, und als besondre:„daß der Krone England gestattet werde, in die Städteund Seehafen von Ostende und Nieuport Bejahungenzu legen." Die beyden französischen Gesandten vonBriord und Avaux, wie auch der spanische, erzeigten sichüber diese Foderungen beyder Seemächte äußerst miß-vergnügt, sie nannten dieselben unbesonnen, der letzteredrohete so gar, daß die hierdurch seinem König zugefügteBeleidigung nur durch Blut könne gerochen wer-den. Diese Drohung setzte die Staaten in Verlegen-heit. Sie wollten annoch den Frieden einem kostbarenKriege vorziehen. In dieser Ungewißheit der Sachenfoderten sie den schwedischen Gesandten von Lilienrocum seine guten Dienste auf. Dieser versprach zwardieselben, allein er war offenbar für die Vortheile Frank-reichs eingenommen. Seine Vorschläge waren immermit dem Graf von Avaup verabredet. Er rieth denStaaten, sich von England und dem Kaiser zu trennen,und mit Frankreich einseitige Unterhandlungen zu pfle-gen, da er denn in diesem Fall die mündliche Versiche-rung ertheilte, daß der König, wo nicht alle, doch diewichtigsten ihrer Foderungen bewilligen würde. Dadiese angemuthete Trennung verworfen worden, gab derfranzösische Gesandte so weit nach, daß auch der engli-sche den Unterhandlungen beywohnen sollte. Bey dekerster» Unterredung drangen beyde nur auf Genugthu-ung für den kaiserlichen Hof, sie verlangten, daß auchder Gesandte desselben zu den künftigen Unterhandlun-gen sollte gezogen werden. Mir Unwillen wurde diesverworfen, und mit Hitze versetzt, daß der Raiser gar

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