bis auf die Friedensschlüsse zu Utrecht u. Nastatt. 4z;
i »richts zu fodern hätte. Der englische Gesandte er- «721
> hielt bald nachher von seinem König Befehl, dem sran-' zösischen anzuzeigen, daß wenn dem Kaiser die Genug-thuung verweigert werde, der König die Unrerhandlun-
- gen abbrechen werde. Diese Anzeige durfte dem Gra-, sen von Avaux nicht zum zweyten Mal wiederholt wer-
l den. Ludwig der XIV. befahl ihm, den Haag zu verlas- "
' sen. Durch eine schriftliche Erklärung machte er der
1 Republik die Ursachen bekannt, welche seinen König be-
i wogen hätten ihn abzurufen. Diese Erklärung war im
) eigentlichen Verstände eine Kriegserklärung. Dieselbe
- wurde von den Staaten, weil sie durch den Druck be-
e konnt gemacht worden, durch den gleichen Weg beant-
c wartet. So war der Grund zu dem Kriege durch gänz-
- liche Verweigerung, den kaiserlichen Anfoderungen Ge-
- nüge zu leisten, gelegt.
1 Daß englische Parlament war zwar zur Zeit, als1 die Unterhandlungen in dem Haag abgebrochen worden,
c zur Beybehaltung des Friedens geneigt. Frankreich
r hatte in demselben einen mächtigen Anhang. Man be-
- zeugte Unzufriedenheit über die Minister, welche den
r zweyten Theilungsvertrag entworfen, so gar über die
>1 Federung des Königs, Östende und Nieuport mit eng-
>, lischcn Völkern zu besehen. Von den Ansprüchen deS
> Kaisers wollte man nichts wissen. Jedoch jeder Mo-
> Nat minderte die Hindernisse. Der erste Schritt zu ei-
e Ner engern Verbindung mit den Staaten der vereinig-
a sen Niederlande war, daß denselben auf ihr Anstichen der
r in dem Vertrag von 1678 bestimmte Beystand von ze-
i- Heu tausend Mann Hülssvölkern, und dies unter An-
r Führung des Graf von Marlborough, ob gleich mit
l' Widerspruch einiger Staatsräthe, überlassen wurde,
h Diesem folgte bald der zweyte Schritt, der dann den
>- Auöbruch des Kriegs beförderte: denn in dem Herbst
S schlösse,, die Krone England und die Staaten der ver-
p Einigten Niederlande mit dem Kaiser dasjenige genaue
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