bis auf die Friedensschlüsse zu Utrecht u. Rasiatt. 44»
Auch Karl Xll. in Schweden wurde aufgefoderk, 1701seine Verbindungen mit Ludwig XIV. zu erneuern.Jedoch zwischen diesem noch jungen, aber höchsifeurigenund kriegerischen König und den Seemächten waltetenoch dasjenige Bündniß, welches in dem vorhergehendenJahre, durch Vereinbarung der englischen und nieder«ländischen Flotte mit der schwedischen, den König Karlin den Stand gesetzt hatte, der Krone DänemarkFriedensgesetze aufzudringen. Wenn es aber auch derStaatsvortheil des Königs erheischte die Macht desKaisers nicht vergrößern zu lassen, so wurde er dochdazumal, da er gegen Rußland und den König in Polenim offenen Krieg stund, gehindert, sich für Frankreichzu erklären. So stunden beyde Partheyen mit öffenk«lichen und geheimen Bundsgenossen und Verstärkungenin Bereitschaft, den beschlossenen Krieg zum Ausbruchkommen zu lassen.
Nicht überfiüßig wird es seyn den damaligenZustand Frankreichs, welches gegen so viele und mäch.tige Feinde die spanische Monarchie bey seinem Hausezu erhalten und zu vertheidigen entschlossen war, zubeleuchten. Bey dem Ausbruche des Kriegs stund dieseMonarchie von außen her auf der höchsten Stufe ihrerGröße. Siegreich zu Wasser und zu Lande über dieneunJahre lang gegen sich vereinbarten Mächte Europens,schrieb es bey dem Ryßwikischen Frieden jeder mehr oderminder beschwerliche Gesetze vor. Weil der Hof dasbaldige Absterben des Königs in Spanien für unfehlbaransähe, wurde an keiner Verminderung weder derMacht zu Lande noch der Flotten gedacht. Auf jedenTag stund man in Bereitschaft einen Krieg anzufangen,obgleich das Volk durch den harten neunjährigen Krieg,und durch die zahlreichen Auswanderungen der Prote»stanken sehr gemindert, und durch die mannigfaltigenAuflagen verarmet war. Wirklich besaß es diejenigeinnerliche Stärke gar nicht mehr in demjenigen Grade,
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