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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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450
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4?» Geschichte des spanischen Thrvnfolgekricges

1702 publik abgesehene Unternehmen durch den noch glücklichenRückzug des Grafen von Arhlone unter das Geschützder Stadt zernichtet wurde, so achtete man den Verlustnicht groß, den er deßwegen von dem französischen Heereauf Mookerheide erlitt. Mit der Ankunft des Herzogsvon Marlborough wurden die Bundsgenossen sehr ver-stärkt, und dieser mukhice Feldherr hatte von dieser Zeitan die Oberanführung über dieselben. Sogleich zwanger durch seine des M. von Bousters überwiegende Ge-schicklichkeit die Franzosen, das ganze spanische Geldernzu verlassen. Er hätte eine Schlacht gewaget und wahr-scheinlich gesieget, wenn sich die Abgeordneten der Re-publik diesem nach ihrem Urtheil zweifelhaften und ge-fährlichen Unternehmen nicht aus allen Kräften entgegengesetzt härten. Denlo, Stevenswaard und Roerrmonde wurden also belagert und erobert. Da beydeHeere sich hierauf gegen Lütticl) zogen, so wurde auchhier der Herr von Bousters gezwungen sich zurück zie-hen; so daß die Bundesgenossen sich auch dieser Stadtund derselben Zitadelle bemächtigen konnten. Mit die-sen glücklichen Unternehmungen wurde dem Feldzug einEnde gemacht. Die vereinigten Niederlande wurdenvor feindlichen Ueberfällen vollkommen gesichert. DerHerzog von Burgund aber hatte das französische Heerverlassen, weil der Gang de6 Kriegs nicht nach seinenWünschen und zu Erhöhung seines Ruhms ausschla-gen wollte.

In Deutschland hielten die Knegsheere benderMächte einander das Gleichgewicht; ja an dem Endedes Jahrs überwog noch das Glück der Franzosen.Landau wurde zwar von dem kaiserlichen und Reichsheer/bey welchem der römische König Joseph angekommenwar, nach tapfern Widerstand der Franzosen erobert,allein bald nachher eroberte Villars Neutöurg an den»Rhein, so wie auch Erier und Trardact) in ihre Ge«walt fiel, und bey Friedlmg wurde der Markgraf Lud-wig