472 Geschichte des spanischen Thronfolgekrieges
»70; Empörungen in Ungarn, welche von Frankreich unter-halten wurden,, die Macht des Kaisers zertheilt wurde,so versicherte er die Seemächte, alles anzuwenden umden Ruhestand wieder herzustellen, und alle seine Kräftewider Frankreich zu vereinigen.
Dieser Kaiser war es, der den Herzog von Marf-dorougt) zu der Würde eines Reichsfürsten erhob, ihnmit der im schwäbischen Kreise liegenden beträchtlichenHerrschaft dlAndelhestn aus den Sraaten des Kurfürstvon Bayern beschenkte, und dieselbe zu einem Reichsunmittelbaren Fürstenthum erhöhete. Erst in dem fol-genden Jahre erhielt der Herzog seines neuen Fürsten--thums wegen Sitz und Stimme auf den Reichs - undschwäbischen Kreistagen.
In Italien , wo der Prinz Eugen wiederum diekaiserlichen Völker anführte, und das schwache HeerDurch preußische und pfälzische Regimenter verstärkte,wurde der Krieg lebhafter als in dein letzten Ighre ge-führt. Aber immer litt der Herzog von Savoyen Ver-lust. Seine Festungen wurden von den Franzosen 'cro-bert. Nur noch Toni und Turin blieben in feiner Ge-walt. Jedoch konnten ihn weder die Vorstellungen sei-ner Gemahlinn, noch die dringenden geheimen Zuschrif-ten seiner Töchter, der Königinn in Spanien und derHerzoginn von Burgund, noch die Noth der Unterthanen,auch nicht das Flehen der Geistlichkeit bewegen, nocheinmal die Parthey zu verändern; denn neutral zu ver-bleiben wurde ihm nicht gestattet. Der Prinz Eugenunternahm verschiedenes um die Franzosen aus Piemontzu verdrängen, jedoch meistens fruchtlos. Als er überden Fluß Adda in das Mailändische eindringen wollte,kam es zu (Lassano zu einem hitzigen Gefechte. DerSieg blieb unentschieden. Eugen setzte nicht über dieAdda und der Herzog erhielt keine Erleichterung. DerPabst lenkte sich je mehr und mehr öffentlich auf die
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