bis auf die Friedensschlüsse zu Utrecht u. Rastatt. 47z
Seite der Franzosen; den Kaiserlichen hingegen that er i?D5möglichsten Abbruch.
In Spanien selbst gelung es dein König Rarl,zu nicht geringer Kränkung seines Gegners des KönigsPhilipp, sich fest zu setzen. Das aus 240 o MannEngländern, Niederländern und Portugiesen bestehende' Heer drang in Estremadura ein, es eroberte in dieserfruchtbaren Landschaft Valencia de Alcantara, Al-duquerque, Salvacierra und andre geringere Oerker.Badajoz wurde vergeblich belagert. Hatte ein freund-schaftliches Verständniß unter den Feldherren des Heersder Bundsgenosten obgewaltet, so hätten dieselben größereUnternehmungen ausführen können: denn die von denFranzosen lind Spaniern auch in dieses Jahr hineinfruchtlos unternommene Belagerung von Gibraltarhatte ihr Heer sehr stark geschwächt. — Alle englischelind niederländische Generals wurden, bald des Kriegs inSpanien überdrüßig; sie hatten Ursach über die Uner»fahrenheit und den Stolz der Portugiesen sich zu be-schweren. Jeder von ihnen trachtete nach einer baldigenAbrufung.
Die Kriegsflotte der Seemächte führete ihre Ent-würfe glücklicher aus. Der K önig Rarl wagte sich aufdieselbe, und nebst ihm der heldenmüchige Prinz Georgvon Darmstadt, der Erobrer und Beschützer vonGibraltar, ehemaliger Statthalter von Cmalonien.Der Anschlag war auf Barcelona gerichtet. MitTapferkeit wurde das Schloß Hlontjoui vertheidiget,aber doch erobert, obgleich der deutsche Held von Darm-fiadt bey dieser Belagerung sein edles Leben einbüßte.Barcelona selbst hatte eine so zahlreiche Besatzung,daß sie nur um 1500 Mann geringer war als die Zahlder Belagrer. Aber nach wenigen Tagen mußte dieStadt sich an den König Rarl ergeben. Die Erobo-rung dieser Hauptstadt zog die Unterwerfung eines großen
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