-ls auf dle Friedensschlüsse;u Utrecht u. Rastatt. 479
die Etsch. Der Prinz Eugen, der gleich nach der Nie.. ?v6derlage dey demselben eintraf, mußte sich, weil er zuschwach war, tiefer hinab in das Gebiet von Veronaziehen. Da auch das französische Heer sich an der Etschverschanzte, so war eS diesem großen Feldherrn da» alsunmöglich gemacht, in viemont einzubrechen, dennTurin wurde von dem M. von Heuillade belagert, dieBelagerung aber von dein Heer des Herzogs von Or-leaus und des M. von MaiPn bedeckt. Der Grasvon Dann bezeigte mit der Besatzung von Turin solcheausnehmende Tapferkeit, daß die Belagerung nicht nursehr langsam von Statten cienq, sontern daß auch wäh-rend derselben eine beträchtliche Verstärkung aus Deutsch,land bey dem Heere Eugens glücklich eintreffen konnte.
So verstärkt machte er alle von den Franzosen genom- .mene Vorkehrun en zu nichte, setzte über die Etsch undden Po, schlug sich mitten durch die feindliche Besatzun-gen zur äußersten Verwirrung derselben hindurch, undvereinigte sich glücklich mir dem Herzog zum Entsatz sei-ner belagerten Hauptstadt. Dies geschahe den ten desHerbstmonats. Schon den 7km wurde das französischeHeer in seinen starken Verschanzungen angegriffen, die-selben erobert, das Heer auf das Haupt geschlagen,alles Geschütz, samt dem ganzen Lager erbeutet, und —das belagerte Turin entsetzt. Der M. von Nmrslrrfand bey diesem Gefecht seinen Tod. Zur Eroberungdrr feindlichen Vtsschanzungen trug der Fürst Leopoldvon Dessau mit seinen preußischen Regimentern daswichtigste bey. Dem entscheidenden Sre^e fo.gte dieEroberung und Räumung von ganz piemont, ja mankann sagen von der ganzen Lombardie, ausgenommendas Schloß zu Mailand. Der Herzog von Drliv.nshielt sich mit den Ueberbleibseln des geschlagnen Heersnicht eher sicher, als bis er pignerol ereilet haue. Aberein empfindlicher Unfall befiel, zween Tage nach demSiege von Turin, den von dem Prinz Eugen unter dem
Befehl