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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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480 Geschichte des spanischen Thronfolgekrieges

»706 Befehl des Erbprinz Friedrich von Hesse,rcassel ander Ecsch zurückgelassenen Theil des kaiserlichen Heers:derselbe wurde zu (Lastigkisne von dem französischenGeneral von LTchdavi geschlagen Beynahe gieng allesGeschütz bey dieser Niederlage verloren. Auch war derVerlust an Volk sehr groß; allein der Schrecken, dendie Niederlage vor Turin dem französischen Hofe verur-sachte, hinderte es, daß man diesen wichtigen Sieg beyCastiglione gar nicht benutzen konnte.

Auch in Spanien wollte es den Franzosen und Spa,niern nicht gelingen: denn in diesem lande spannten dieSeemächte alle mögliche Kräfte an, um das kaiserlicheHaus zu erheben. Beyde Könige beschlossen Barce-lona wieder zu erobern. Der König Philipp verfügtesich in Person zu seinem Heer, und die französischen Völ-ker stunden unter dem Marschall von Tesse'; dann wur-de die Stadt, aus der der König Karl nicht entweichenwollte, von der französischen Flotte unter dem Admiralvon Toulouse eingeschlossen und bombardiert. Da sichdas feste Schloß Montjoui, gleichsam die Citadellevon Barcelona, nach einer i tztägigen Belagerung erge-ben mußte, schmeichelte man sich, die Stadt selbst wer-de sich in noch weniger Zeit samt dem König K arl unter-werfen müssen. Freylich alsdann, wenn Philipp seinenGegner in seiner Gewalt gehabt, würde der Krieg allerOrten bald ein erwünschtes Ende für Ludwig Xi V. und sei-nen Enkel genommen haben. Allein die Stadt that um ih-res Königs willen und in Hofnung eines Entsatzes einehartnäckige Gegenwehr. Dadurch glückte es dem Admi-ral Eeake, der die vereinigte Flocre unter sich hatte, sichendlich der belagerten Sradt und König zu nähern, nach-dem ihn widrige Winde lang daran verhindert hatten.Die französische Flotte getraute sich nicht, eine Schlachtzu wagen; sie wich ausToulon. Drey Tage nachher,als die englischen Landtruppen ausgeschiffet wurden, hobauch der König Philipp mir seinem geschwächten Heere