bis auf die Friedensschlüsse zu Utrecht u. Rastatt. 48 l
die Belagerung auf. Der Abzug glich einer vollen 1726Flucht. Geschütz lind aller Kriegsvorrath, so gar dieKranken wurden dem Sieger überlassen.
Wahrend der Belagerung von Barcelona geschahees, daß so gar die Hauptstadt Spaniens L^Nadrir, ob-gleich nur für kurze Zeit, dem K önig Philipp entrissen,und in die Gewalt des Königs Karl gebracht wurde.
Der Graf von Galloway drang mit einem Heer von20000 Engländern, Portugiesen und Niederländernaus Portugal in Spanien ein. Nach Wegnehmungder Städte Alcanrara, CiudadRodrigo und Salasmanca, rückte er auch in das unbefestigte Madrit ein.
Karl lll wurde allda als König ausgerufen. Gallo-way that durch Eilboten und durch Vorrückung mitseinem Heer gegen die Grenzen Arragoniens, wo K.
Karl sich befand, alles, was er ionnte, um diesen Fürstzu bewegen, auch mit seinen Völkern sich mit ihm zuj^adrit zu vereinbaren. Allein man zauderte an demHofe dieses Königs und ließ die günstige Gele-genheit entgehen. Diese Langsamkeit benutzte der Kö-nig Philipp. Seine und die französischen Völker ver-einbarten sich; dies zwang den Galloway Madrit zuverlassen. Zu neuen Eroberungen oder Angriffen kames nicht mehr. Nur beobachtete ein Heer das andre.
Aber die vereinigte Flotte, welche den ganzen Sommerdurch sich in der mittelländischen See aufhielt, erobertefür den König Karl die wichtigen Seestädte Alicanceund Larthagcna.
Alle diese Unfälle, welche in dem Lauf dieses IahrSFrankreich betrafen, bestimmten den alternden französi-schen Monarch, abermalige Friedenöbedingnisse vorzu-schlagen. Sehr hätte man zu Versailles gewünscht,daß der mit seinem siegreichen Heer auf Sachsen anrü-ckende König Karl xli. von Schweden, die Vermittlungübernehmen, und dieselbe dem Kaiser, wenn diesem Mo-
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