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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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507
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bis auf die Friedensschlüsse zu Utrecht u. Rastatt. 507

von zwey Jahren, aber damals tödtlich krank, über-'7^blieben war.

Und nun kam endlich der Friede zu Stande, nach- ' 7*3dem die Unterhandlungen nicht nur zu bin echt leibst,sondern auch zu Evndon und Verstnlles über ein Jahrlang waren fortqeseht worden. Alle Machte beeiferreusich nach dem Vorgang der Engländer, ihre besondrenVerträge mit Frankreich zu schließen. Die mehrerenwurden in dem April dieses Jahrs unterzeichnet. Nurzwischen beyden Hauptmächten, dem Kaiser Karl V l.und dem König Ludwig XiV. zu derer Häuser Vergröße-rung dieser langgedaurte menschenfressende Krieg unter»nommen worden, war es noch nicht möglich den so sehrerwünschten Frieden wiederherzustellen. Der Kaiservoll Mißvergnügens, daß anfänglich England, undnachher auch die Republik der vereinigten Niederlandevon dem Bündniß abgetreten, weigerte sich sein,seines Hauses und des deutsche» Reichs Schicksal aus derHand der übermüthigen Franzosen und Engländer,so wie man diese beyden Nationen an dem Hofe zu Wiendamals beurtheilte, anzunehmen. Dennoch wäre eSheilsamer gewesen, sich nach den sehr geänderten Zeitenund Umständen zu richten. Wichtige Vortheile konntenzu Utrecht nicht erhalten werden, aber sie waren dochnoch zuträglicher als diejenigen, welche man erst einJahr spater zu Rastatt nach einem ganz unglücklichenund Deutschland entkräftenden Kriege erlangte. Das,^vaS der Kaiser damals als feiner Ehre nachtheilig ansähe,blieb, und ließ sich nicht mehr abändern.

Noch vor der Unterzeichnung der besondern Friedens-schlüsse übergaben die französischen Bevollmächtigten denkaiserlichen einen Fnedenscnrwurf in Absicht auf dasdeutsche Reich. „ Kraft desselben wurde der Roßwikische„Friede jedoch mit dieser Ausnahme zum Fundament„gesetzt, daß Landau, Breisach und Kell dem Kaiser

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