zog Geschichte des spanischen Thronfolgekrieges
i?lZ„und dem Reiche sollen überlassen, die Befestigung von„Fort Louis geschleift, und die Kurfürsten von Kölln„und Bauern in ihre Würden und Länder vollkommen„wieder eingesetzt werden. Für den letztem wurde so„gar die Abtretung der Insel Sardinien mit dem könig.„lichen Titel, nebst Luxemburg und Namur bis und so„ lang ihm Genugthuung geschehe, verlangt." Wider die-sen Entwurf und den ganzen Friedensschluß zu Utrechtprotestierte der Kaiser , und seine Bevollmächtigten ver-ließen die Friedensversammlung. Alan schmeichelte sich,daß man samt dem Reiche auch ohne fernere Bundöge-nossen den Krieg mit Heil fortzusetzen, und anständigereBedingnisse zu erzwingen mächtig genug sey.
Jedoch willigte der Kaiser in den von den Seemäch-ten und Frankreich schon den i gten März geschlossenenso genannten Evacuationsvertrag. Zu Folge dessel- ^ben wurde der in Barcelona hinterlaßnen Gemahlinn -des Kaisers und ihrem Hofstaat, wie auch den kaiser- !lichen und übrigen Kriegsvötkern der Bundsgenossenmit Übergebung von Majorca und Pvica ein freyer Ab- lzug und Ueberfahrt nach Italien gestattet. Die Lom- Ibardie und was der Kaiser ferner in Italien besaß, twurde so lange noch der Krieg dauerte für partheyloS !erklärt. ^
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Also war man entschlossen noch einen Feldzug undzwar in dem so sehr entnervten Reiche auszuhalten. Aber !welche Vortheile konnte man sich an dem obern Rhein,und in dem Elsaß zu erhalten, mit Wahrscheinlichkeitvorstellen? Zwar sollte der Prinz Eugen das kaiser- -liehe und Neichsheer anführen. Unstreitig konnte die- ^seö Herren ausnehmende Kriegserfahrenheit vieles er-setzen das mangelte, den Völkern Muth und Zutraueneinstoßen, das dieselben zuvor niemals gegen einen Reichs-feldherrn gehabt; fein Ansehen konnte die Langsamkeitder Stände mit mehrerer Thätigkeit beleben; aber mit
allen