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von Menschenhänden gemacht, verehrt, und die Berührung der altenHelveten mit diesen Nationen macht es glaublich, daß der Cultus unsrerfrühesten Vorfahren eine Mischung von jenen dieser verschiedenen Na-tionen war, wovon sowohl die Zeugnisse alter Schriftsteller als die häufigaufgefundenen Götzenbilder, Steinschriften und Ueberreste von Tem-peln, sattsame Beweise geben. Erst gegen das Ende des dritten Jahr-hunderts christlicher Zeitrechnung waren, nach der Erzählung des Florrentinus, aus der thebaischen Legion*) Felix und Regula in die Ge-gend von Glarus und Zürich gekommen, und unter dem damaligen römi-schen Landvogt Decius auf standhaftes Bekenntniß enthauptet worden.Ungeachtet der Verfolgung und des schmählichen Todes dieser Botschaf-ter des Evangeliums, hatte dennoch die Wahrheit feste Wurzel gefaßt,und die erste Kirche zu Zürich ward auf dieses Märtyrerblut gegrün-det, als im siebenten Jahrhundert Rupert, ein allemannischer Heerfüh-rer, auf ihrem Grabe das Münster bauen ließ, welches später vonKarl dem Großen erweitert und beschenkt worden war. Wie sehr nunauch, im Verlauf folgender Jahrhunderte die Anmaßungen und derGlaubenszwang der römischen Päbste und der Priester überstand nah-men, das reine Christenthum entstellt, die Verehrung der Bilder vomPabste zum Glaubensartikel gemacht, und selbst mit dem Ablaß derSünden eine empörende Krämerey getrieben wurde, so zeigten sich früheschon Spuren, daß hier die Wahrheit einst in hellerm Glänze hervor-brechen werde. Arnold von Brescia , Johann von Winterthur, FelixHämmerlin und manche andere für ketzerisch geachtete erleuchtete Män-ner, konnten schon als Vorläufer einer bessern Zeit betrachtet werden.Nebst diesem hatte die Lage der Stadt und ihre Verhältnisse zumweltlichen Oberhaupt früher schon manche Widersetzlichkeit gegen diepabstliche Despotie veranlaßt, welche sich ohnehin mit dem republikani-schen Sinne des Volkes, der Ketten zu brechen und Lasten abzuwer-fen gewohnt war, nicht vertrug. Zu Anfang des sechszehnten Jahr-hunderts war der kirchliche Zustand vollends beklagenswerth. Es war,nach dem Zeugniß eines damaligen Gottesgelehrten in den theologischenSchulen viel Grübeley und wenig Wissenschaft, auf den Predigerstüh-len viel Possenreißerey und wenig Gotteswort, viel Ablaß und wenigGnade, viel papistifche Satzungen und wenig Christenglaube. Aberdesto lebhafter und allgemeiner war auch das Verlangen nach einerbessern Lehre. Schon ehe Zwingst die Stadt betrat, harten einige
") EineJegion (bestehend aus 6666 Mann) von christlichem Volk, aus herStadt Thebe in Egypten gesaminelt.
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