Von dem Postregal. 179
weiß"*); und ein solcher Receß kann den Posieinkünf.ken gar sehr vorrheilhaftig, aber auch zuweilen nach.theiliq seyn. Die kluge Einteilung der Posten inHauptpostämter, die gemeiniglich durch Postsecre-tairs verwaltet werden, und in gemeine Postämter,gehöret gleichfalls zur guten Einrichtung der Posten,wobey verschiedenes ersparet werden kann.
Ich verstehe hier nicht, daß solches durch große Um-wege geschehen muß, als auf welche An man frey-lich allenthalben bin Corresponoenz führen kann»Es kömmt auch nicht allein auf die Correspondenzan; sondern man sollte in jeder beträchtlichen StadtPostanstalten finden, wodurch Personen und Güterohne große Umwege allenthalben hin, und besondersin die nicht weit entlegenen Städte geschaffet wür-den. An einer solchen Einrichtung des Postwagens,fehlet es noch gar sehr in Deutschland; da doch öf-ters nichts weiter erfordert würde, als zwischen zwoPostrouien eine kleine Qmerroute anzulegen. I. E.Wer von Eislcben und Sangerhausen, uns dasi-ger ganzen Gegend nach Weißensee, Langensalze,Gvtha, Eiscnach und in dieselbe Gegend reisen, undsich der Post bedienen will, der kann auf keine an-dere Art darzu gelangen, als wenn er erst rückwärtsüber Leipzig geht, das ist, einen Umweg von ib bis20 Meilen nimmt; und eben so müssen die Briefelaufen; so, daß man in Eisleben eben so bald auSAmsterdam einen Brief empfangen kann, als ausGotha oder Eisenach. Dennoch laufen die zwoPostrouren von Leipzig nach Cassel, und von Leipzignach Hainburg der Lange nach einen guten Weg sonahe an einander hin, daß sie kaum vier oder fünfMeilen von einander sind. Man branchete als»nur zwischen Eioleben und Cbllcda, oder zwischenSangerhausen und Weißensee, eine einzige Sralionanzulegen; so wäre dieser große Umweg auf einmalgehoben.
Die Klugheit, solche Recesse vvrtheilhaftig zuschließen, kömmt vornehmlich darauf an, daß manden Zusammenhang der Commereien nnd der Eor-M s respon-